29.7.2016 Hang in St. Georgen rutscht auch südlich ab – Sperrung verlängert

Die Arbeiten am Hang in St. Georgen nehmen kein Ende: Seit April versucht die Bahn, am St. Georgener Belliweg die Gefahr zu stoppen – die weitet sich inzwischen aber aus.

  1. Bei der Hangrutschbaustelle in St. Georgen bleibt immer noch einiges im Dunkeln. Foto: Ingo Schneider

Bis zum 17. Juli sollte die Sperrung des Belliwegs in St. Georgen andauern – so hatte es die Bahn bei der Stadt Freiburg beantragt: Der Hang, der an dieser Stelle im April nach heftigen Regenfällen gerutscht war, sollte befestigt werden. Sperrung und Bauarbeiten dauern bis heute an. Auf Nachfrage der Badischen Zeitung bei Bahn und Stadt ist nun klar: Die Sperrung wird bis zum 19. August verlängert. Die Bauarbeiten aber werden zu diesem Termin noch lange nicht abgeschlossen sein. Auf Nachfrage rückt die Bahn nämlich auch damit raus: Der Hang rutscht auch weiter südlich.

Die Anwohner wissen bislang nichts davon, dass mehr ansteht, als nur das große Hangstück vis à vis mit Bohrankern auszurüsten, an denen ein Stahlnetz befestigt wird. Untersuchungen am Hangstück, das südlich anschließt, erklärt der Bahnsprecher, hätten ergeben, dass auch dort der Hang rutscht. Man werde dort also ähnlich verfahren müssen wie unterhalb des Belliwegs.

 

Die lautesten Arbeiten am „Haupthang“ sollen allerdings in der kommenden Woche mit der Anbringung eines Stahlnetzes vorläufig beendet sein. Eine Reihe Bohrlöcher, die von den Bahngleisen aus gebohrt werden müssen, stehen noch für den Herbst auf der To-do-Liste. Dann nämlich, wenn auf dem angrenzenden Hangstück weitere Bohrlöcher für Erdanker in den Berg gebohrt werden.

Im Juni hatte die Bahn endlich ein Einsehen mit den lärmgeplagten Anwohnern gezeigt – und mit einem Flugblatt über die Baumaßnahmen informiert. Dort waren Hangarbeiten bis zum 8. Juli angekündigt – aus der Zeitung hatten die Nachbarn der Baustelle dann aber erfahren, dass offiziell der 17. Juli beantragt war. In dem Flugblatt waren ganz konkret Wochenenden genannt und Termine für Nachtarbeiten – plus Telefondurchwahl zum leitenden Bauüberwacher der Bahn, falls es denn Rückfragen geben sollte.

Telefonnummer im Flugblatt war eine Sackgasse

Anwohnerin Stephanie Tast hatte Rückfragen. Nach einigen Sommerwochen mit Bauarbeiten, die keineswegs mit den angekündigten Bauzeiten übereinstimmten, wollte sie um verlässliche Auskünfte bitten – und um irgendein „Entgegenkommen“, eine Entschädigung für die geplagten Anwohner. Die im Flugblatt genannte Telefonnummer jedoch war eine Sackgasse – keiner ging je ran.“Wir fühlten uns regelrecht vorgeführt“, sagt Stephanie Tast, „hier, guckt mal, wir geben den Leuten sogar eine persönliche Hotline. Und in Wirklichkeit existiert diese Hotline gar nicht.“

Also wurde ein Brief mit Beschwerde und Wünschen geschrieben – und von 30 Anwohnern unterzeichnet. Nach tagelanger Recherche fand man einen Adressaten bei der Bahn heraus, der kürzlich mit Standardschreiben per Brief antwortete. Im Gespräch mit Baustellen- und Wachpersonal erfahre man mehr als von der Bahn, sagt ein Anwohner, – und vor Ort können man sich auch einen Eindruck von dem enormen Materiallager machen, das auf weitere umfangreiche Bauarbeiten hinweise. Wie die weitergehen, erklärt der Bahnsprecher, könne man in etwa drei Wochen sagen.

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/der-hang-ueber-der-rheintalbahn-rutscht-nun-auch-weiter-suedlich–125468349.html

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