24.09.2019 BI ist gegen die Pläne der Bahn

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/bi-ist-gegen-die-plaene-der-bahn--177561356.html

Di, 24. September 2019

Kenzingen

Ausbau der Rheintalbahn.

RIEGEL/KENZINGEN (BZ). Die Bürgerinitiative Bürgerprotest Bahn sieht die aktuellen Pläne der Deutschen Bahn zum Ausbau der Rheintalbahn kritisch. In einer Stellungnahme hat sich das langjährige Vorstandsmitglied Herbert Walter gegen die jetzt geplante Trassenführung ausgesprochen. „Wenn die derzeitigen Pläne der DB realisiert werden, führen vier Gleise von Hecklingen durch die Ortschaften bis Orschweier mit allen inzwischen bestens bekannten Belastungen für die Anlieger, unter anderem Lärmschutzwände bis sieben Meter Höhe“, schreibt Walter.

Die Alternative sei die Bündelung der ICE-Trasse mit der Güterzugtrasse an der Autobahn. Die Vorteile dieser Variante würden laut BI überwiegen: kein Lärm, keine Schutzwände, beliebige ICE-Geschwindigkeit, beliebige Nutzung der vier parallel geführten Gleise an der A 5, nur eine Baustelle außerhalb der Ortschaften, kein Schienenersatzverkehr während der Bauzeit, uneingeschränkte Nutzung der alten Gleise für den ÖPNV.

Die BI bezweifelt, dass der Ausbau der vier Gleise nur bis Orschweier erfolgt. „Auch im Rahmen der Klimaproblematik wird eine Verlagerung des Individual- und Güterverkehrs auf die Schiene wünschenswert und unverzichtbar sein; dadurch wird ein weiterer Ausbau des Schienennetzes stattfinden und es ist eine Frage der Zeit wann die vier Gleise von Orschweier bis Offenburg weiter gebaut werden“, schreibt Walter. Dann hätte man den gleichen Flächenverbrauch, wie bei der ICE-Trasse an der A 5, „mit allen Belastungen des unerwünschten viergleisigen Ausbaus durch die Ortschaften.

Die Bahn lehnte die Parallelführung von vier Gleisen an der Autobahn bisher ab, da der Flächenverbrauch nach eigenen Aussagen zunehmen würde. Eine Trasse, die den schnellen Fernverkehr wieder zurück zur Rheintalbahn leitet, würde zudem die Landschaft erheblicher zerschneiden als die jetzigen Planungen.

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22.09.2019 Konstruktives Miteinander

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/konstruktives-miteinander-x1x--177498571.html
Klaus Riexinger

Von Klaus Riexinger

So, 22. September 2019

Nördlich von Freiburg musste die Bahn komplett neu planen und stößt jetzt auf Akzeptanz – mit wenigen Ausnahmen.

Die Bahn hat in dieser Woche ihre Pläne für den Ausbau der Rheintalbahn zwischen Kenzingen und Malterdingen vorgestellt. Das hatte sie 2006 schon einmal getan und damit einen Proteststurm ausgelöst. Kritik gibt es auch jetzt an den neuen Plänen – aber nur in Detailfragen.

Zurück auf Start hieß es für die Bahn, nachdem die Region ihre Pläne zum Ausbau der Rheintalbahn vehement abgelehnt hatte. Inzwischen hat die Bahn, durch Projektbeirat und Bundestag abgesegnet, neu geplant. Die Pläne können in Riegel seit Ende August eingesehen werden, in dieser Woche stellte die Bahn sie auch in Kenzingen öffentlich vor. Teilnehmer sprechen von einer entspannten Atmosphäre.

Die komplette Neuplanung wurde notwendig, weil die zwei neuen Güterzuggleise aus Lärmschutzgründen entlang der Autobahn und nicht durch die Ortschaften bei der bestehenden Trasse verlegt werden sollen. So wollten es Tausende Bürger in der Region.

Der umstrittenste Bau auf dem 5,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Kenzingen und Malterdingen ist das sogenannte Provisorium, das die Gleise aus Richtung Freiburg entlang der Autobahn mit der bestehenden Strecke bei Kenzingen verbindet. Die 1,2 Kilometer lange Strecke ist aus Sicht der Bahn notwendig, weil der südliche Abschnitt der Ausbaustrecke mindestens fünf bis sechs Jahre früher fertig ist als der nördliche ab Kenzingen. So wird der Zugverkehr aus Richtung Offenburg über das Provisorium auf die Neubaustrecke geleitet – wodurch Kenzingen und Malterdingen frühzeitig vom Lärm der Güterzüge entlastet werden. „Wir haben für das Provisorium die engste Stelle gewählt“, sagt Bernd Dassler, der Leiter der Bahn für den Ausbau der Gesamtstrecke zwischen Karlsruhe und Basel. Georg Binkert von der Bürgerinitiative Bahnprotest kritisiert den Flächenverbrauch dennoch als zu groß. Die BI schlägt einen kleineren Gleisradius vor. Dann könnte die Strecke weitgehend auf einer asphaltierten Straße gebaut werden und der Verbrauch landwirtschaftlicher Fläche wäre entsprechend geringer. Dass die Züge dann höchstens 60 statt 100 Stundenkilometer fahren dürften, ist für Binkert vertretbar. Nicht aber für die Bahn. Denn dann müssten die Züge bereits vor dem Abbiegen auf das Provisorium abbremsen, davon wäre auch der ICE-Verkehr betroffen, gibt Christoph Klenert, der Leiter der Außenbeziehungen des Bauprojekts, zu Bedenken.

Auch wenn es sich um ein Provisorium handelt, so müssten die Gleise ebenso solide verlegt werden wie für jeden anderen Bau – und mit den vorgeschriebenen Lärmschutzwänden versehen werden, sagt Dassler. Das wiederum weckt den Argwohn der Kritiker: Vielleicht erweist sich das Provisorium später als dauerhaft? Die Bahn dementiert solche Überlegungen. Alleine weil die bestehende Strecke bei Kenzingen ab 2036 für Überholvorgänge vierspurig ausgebaut werden soll, müsste das Provisorium weichen, sagt Klenert. Überzeugen wird die Bahn ihre Kritiker aber wohl erst mit dem Rückbau, der ab 2036 erfolgen soll. Südlich des Provisoriums ist ein weiteres Verbindungsstück der Güterzuggleise an der Autobahn und der bestehenden Strecke nördlich von Malterdingen geplant. Hier sollen Güterzüge mit dem Ziel Freiburg Hauptbahnhof von der Autobahnparallele abbiegen können – der übrige Güterzugverkehr umfährt die Freiburger Bucht entlang der Autobahn. Diese Strecke soll 2035 in Betrieb gehen.

Ginge es nach der BI, die mit Vertretern der Bahn und Behörden regelmäßig die Pläne bespricht, dann würden vier statt nur zwei Gleise für Güter- und Schnellzüge an die Autobahn verlegt werden. Dann müssten statt 115 nur 65 Brücken abgerissen und neu gebaut werden und die Strecke wäre sechs Jahre früher fertig, rechnet Binkert vor. 2008 habe dies die Bahn schon einmal geplant. Ob sie jetzt aber noch zu so einer großen Änderung bereit ist, ist fraglich.

Folgen hat die Autobahnparallele auch für vier Parkplätze an der A 5. Weil die Bahn nicht jedes Mal einen Bogen um die Rastplätze bauen will, werden sie überbaut. Dafür wird der Parkplatz Ziegelei bei Kenzingen nach Norden verschoben und zu einer Haltestelle mit WC und mehr als 60 Parkplätzen ausgebaut. Die Idee zur Verlegung stammt von der BI. Die lobt denn auch die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Die Stimmung sei insgesamt entspannt, sagt Binkert. Das zumindest lässt sich für die Gemeinden rechts der Autobahn sagen. Etwas schwieriger ist es in Riegel. Durch die näherrückende Bahn wird der Lärm dort zunehmen. Er liege aber weit unter der vorgeschriebenen Grenze, betont Dassler. Auch, dass das Provisorium auf Riegeler Gemarkung gebaut wird, behagt nicht jedem.

Zu den Kosten in einzelnen Abschnitten will sich die Bahn nicht äußern. Damit zieht sie Konsequenzen aus der hitzigen Debatte im Abschnitt Müllheim/Auggen, wo Kritiker die Zahlen nach Beobachtung der Bahn verdrehten.

Visualisierung der Neubaustrecke: http://www.mehr.bz/6iyp3y http://mehr.bz/6iyp3y
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20.09.2019 Lahr Bahn steht zum Güterterminal

Quelle: https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.lahr-bahn-steht-zum-gueterterminal.c7ec9c4d-13d5-459e-9b17-32944428d7db.html
Jörg Braun und Felix Bender,  20.09.2019 – 18:28 Uhr

Die Deutsche Bahn AG steht einem Güterverkehrsterminal zwischen Autobahn und Flughafen sehr positiv gegenüber. Das erklärte der Landeschef der Bahn im LZ-Gespräch. Jetzt müssten die Pläne für das Mega-Projekt konkreter werden.

Lahr/Mahlberg. Am Rande eines Gesprächs zum Thema Rheintalbahn, das der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner am Freitag in Mahlberg organisiert hatte, nahm Torsten Krenz Stellung zum aktuell diskutierten Güterverkehrszentrum (GVZ). Er ist Konzernbevollmächtigte der Bahn für Baden-Württemberg, also der ranghöchste Bahnchef im Land.

„Aus Sicht der Bahn ist das ein sehr interessantes Projekt, an dem wir großes Interesse haben“, erklärte Krenz gegenüber unserer Redaktion. Über die Pläne der Stadt Lahr und der IGZ am Flughafen habe er sich schon persönlich in Lahr informiert. Aus seiner Sicht müsse Lahr nun „Fleisch an den Knochen“ bringen, sprich: das Konzept eines solchen Verladezentrums für Schiene und Lastwagenfracht konkreter ausarbeiten. Wer soll es betreiben? Für welche Mengen soll es ausgelegt sein? All das sei nun zu klären. Die Bahntochter Cargo werde sicher mitmachen, aber nicht als Betreiber des Terminals. Im OB-Wahlkampf hatte das GVZ teils für Diskussionen unter den fünf Kandidaten gesorgt. Nicht alle stehen ihm uneingeschränkt positiv gegenüber.

Beim „Bahn-Gipfel“ im Mahlberger Rathaus mit Bürgermeistern der Region und Bürgerinitiativen-Sprechern kamen zahlreiche weitere Themen auf den Tisch: (Zwischen-)Lösung für Europa-Park: Nächster Halt 2042? Der Wunsch nach einem ICE-Halt in Ringsheim lässt sich logistisch aktuell nicht darstellen. Der Zug ist schlicht zu lang für den kleinen Bahnhalt. Um die Europa-Park-Besucher zeitnah von der Straße auf die Gleise zu bekommen, bemühe man sich um eine Interimslösung. Konkret: Am 15. November soll es in Rust ein Gespräch geben, „bei dem wir ausloten wollen, was möglich ist“, so Krenz. Eine Rolle sollen Offenburg und Freiburg spielen. Von dort könnte der Fernverkehr per Shuttles an den Park angebunden werden.

Debatte um Überholgleise: Um den ICE mit Tempo 250 über die Rheintalbahn  jagen zu können, sollen zwischen Orsch­weier und Kenzingen 12,6 Kilometer lange Überholgleise an die Bestandsstrecke gelegt werden. „Geht es nicht kürzer und nicht auf Höhe der Wohnbebauung?“, fragte Fechner. Nein, sagt Bahnchef Krenz. „Außer Sie wollen, dass wir die 13 Bahnhalte entlang der Strecke auf acht reduzieren.“ Für den ICE strebe man einen 30-Minuten-Takt an. Um den Nahverkehr dabei nicht auszubremsen, müsse es eine Überholmöglichkeit geben – und zwar auf halber Strecke zwischen Offenburg und Freiburg. A 5 keine Option : Und warum legt man die Überholgleise nicht an die Autobahn? Hauptsächlich wegen des Naturschutzes. Bahn-Projektleiter Sven Adam: „Wir müssen an der A 5 durch zwei FFH-Gebiete.“ Das sei mit der jetzigen Planung schon „risikobehaftet, weiteren Gleise wären schlicht unmöglich“. Hinzu kommt, das wurde bei den Wortmeldungen deutlich: Die Städte und Gemeinden an der Autobahn wären alles andere als erfreut über diese Idee. Ihre Betroffenheit würde weiter steigen. Außerdem machte Fechner klar: „Der Bundestagsbeschluss 2016 war ein Kraftakt. Wenn ich jetzt noch mal komme mit Änderungswünschen, kriegen die einen Krampfanfall.“ Unmut über siebtes und achtes Gleis: An der Autobahn sind ohnehin weitere Überholgleise geplant – für den Güterverkehr. Was zunächst als Provisorium während des Ausbaus der Rheintalbahn gedacht war, ist mittlerweile Fixpunkt im Konzept der Bahn. Für Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber „ist das nicht akzeptabel“. Es wären Gleis sieben und acht, die seinen Ort durschneiden. Man brauche die weiteren Gleise aus Kapazitätsgründen, so Adam. „Sonst haben wir überall Überholgleise, nur in diesem Gebiet nicht.“

Keine Tieferlage: Der Bau der Gleise an der Autobahn stelle die Verantwortlichen vor große logistische Herausforderungen, erklärte der Projektleiter. „In dem Gebiet gibt es viele Fließgewässer Richtung Rhein“. Die Frage: Drüber oder drunter durch? Die Antwort: Drüber. Denn drunter durch „würde bedeuten, dass wir richtig runter müssten“. Das würde Flächen fressen und mehr Geld kosten. Deshalb ist der Plan von Tieferlagen derzeit vom Tisch

Offenburger Tunnel 2035: Zwei neue Bahn-Röhren werden Offenburg untertunneln. Baustart sei 2024, Fertigstellung 2035. Es seien mit neun und elf Kilometer Länge die bundesweit derzeit längsten geplanten Tunnel der Bahn.

Der „Bahn-Gipfel“, den Johannes Fechner angekurbelt hatte, soll nicht das letzte Zusammentreffen zwischen Bahn-Verantwortlichen, Rathauschefs und den Bürgerinitiativen gewesen sein. Alle Seiten zeigten Gesprächsbereitschaft. Nur ein offener Austausch bringe alle weiter. Ein konkretes Datum für einen nächsten Termin in diesem Kreis wurde allerdings am Freitag nicht ausgemacht.

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20.09.2019 Intensivere Kooperation zur Reduzierung des Bahnlärms geplant Bahnlärm nervt nicht nur im oberen Mittelrheintal

Quelle: https://www.blick-aktuell.de/Politik/Bahnlaerm-nervt-nicht-nur-im-oberen-Mittelrheintal-411148.html

Pilger will sich auch für Moselbereich/unteres Mittelrheintal einsetzen

Bahnlärm nervt nicht nur im oberen Mittelrheintal
Die zeitnahe Umsetzung weiterer kurz- und mittelfristiger Maßnahmen zur Bahnlärmreduzierung und die Realisierbarkeit einer Alternativtrasse zur Entlastung des Mittelrheintals waren unter anderem Thema beim Gespräch der BI-Vorsitzenden aus dem Unteren Mittelrheintal von Koblenz bis zur Grenze zu Nordrhein-Westfalen und dem Moseltal. Foto: privat

20.09.2019 – 10:24

Region. Wie Abgeordnete und Bürgerinitiativen (BI) intensiver gegen Bahnlärm kooperieren können, war Thema eines Gesprächs mit BI-Vorsitzenden aus dem Unteren Mittelrheintal von Koblenz bis zur Grenze zu Nordrhein-Westfalen und dem Moseltal. Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Marc Ruland (SPD) nahm auch der Bundestagsabgeordnete Detlev Pilger (SPD) daran teil.

Neben zeitnaher Umsetzung weiterer kurz- und mittelfristiger Maßnahmen zur Bahnlärmreduzierung wurde auch die Realisierbarkeit einer Alternativtrasse zur Entlastung des Mittelrheintals von Bonn bis Bingen erneut erörtert. „Ich kämpfe mit den Kollegen in der parteiübergreifenden Gruppe des Bundestages ,Bahnlärm‘ weiter für die Alternativtrasse und dafür, dass diese endlich in den ,Vordringlichen Bedarf‘ des Verkehrswegeplans aufgenommen wird. Berlin muss erkennen, dass dieses Thema keinen Aufschub mehr duldet. Wir alle sind uns einig: Bahnlärm macht krank“, so Pilger.

Kurios und unverständlich sei es, dass die Bahn an der Moselstrecke einen dreistelligen Millionenbetrag investiere, aber Investitionen in den Lärmschutz gänzlich unbeachtet lasse, hob Max Op den Camp (BI Moseltal) hervorhob. Hierbei betonte Pilger, dass dies alles auch voraussetze, dass die Bahn mit einem ausreichenden Etat ausgestattet werde. Rolf Papen (BI VG Weißenthurm) bat Pilger, das von Abgeordneten, Bürgermeistern und BI gegründete „Aktionsbündnis zur Bahnlärmreduzierung im Unteren Mittelrheintal und im Moseltal“ zu unterstützen. „Es ist den gleichermaßen vom Bahnlärm betroffenen Menschen in unserer Region nicht mehr erklärbar, dass beim Bahnlärm nur das Obere Mittelrheintal im Fokus steht, obwohl im Bereich zwischen Bonn und Koblenz erheblich mehr Menschen vom Bahnlärm betroffen sind und hier durch die Moselanbindung auch deutlich mehr Züge mit oft höherem Tempo verkehren.

Pilger versprach: „Ich werde mich auch weiter für die berechtigten Belange der durch den Bahnlärm geplagten Bürger im ganzen Mittelrheintal und im Moseltal einsetzen. Einiges wurde erreicht, vieles ist noch zu tun. Ich bin froh, mit der parlamentarischen Gruppe gegen Bahnlärm ein starkes Unterstützerteam mitgegründet zu haben.“ Pressemitteilung

Bürgerbüro Detlev Pilger, MdB

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19.09.2019 Bahn stellt Pläne für Rheintalbahn zwischen Kenzingen und Riegel/Malterdingen vor

Quelle: https://www.baden.fm/nachrichten/bahn-stellt-plaene-fuer-rheintalbahn-zwischen-kenzingen-und-riegel-malterdingen-vor-561928/

Vertreter der Deutschen Bahn haben ihre Pläne für den Streckenabschnitt 8.0 vorgestellt

Im Abschnitt der Rheintalbahn zwischen Kenzingen und Riegel/Malterdingen werden die beiden bisherigen Gleise mit den neu entstehenden Gleisen verbunden, die entlang der A 5 führen werden. Für die dadurch verbrauchten Flächen werden Ausgleichsmaßnahmen geschaffen, wie zum Beispiel eine Neubeweidung in Teningen-Köndringen.

Die Deutsche Bahn will die Bauarbeiten bis 2042 abschließen

Um den neuen Streckenabschnitt 8.0 schon vor Fertigstellung des Streckenabschnitts 7 (zwischen Appenweier und Kenzingen) nutzen zu können, baut die DB ein sogenanntes „Provisorium“. Diese etwa 1,4 km lange Bahnstrecke wird nur solange benötigt, bis der Abschnitt 7 fertig ist. Die Deutsche Bahn schätzt die Nutzdauer des Provisoriums auf fünf bis sechs Jahre. Danach wird sie wieder zurückgebaut. Lärmschutzmauern werden auch für eine kurze Nutzdauer gebaut.

Neuer Parkplatz mit WC-Anlage an der A 5

Ziel des neuen Streckenabschnitts ist, die Reisezeit von Karlsruhe nach Basel von 100 auf 70 Minuten zu verkürzen und gleichzeitig eine deutlich höhere Kapazität für Güter zu gewährleisten.  An der A 5 werden fünf Parkplätze abgebaut,  dafür wird auf Höhe von Kenzingen ein großer Parkplatz mit WC-Anlage und Stellplätzen für 47 LKW, 16 PKW und drei Bussen errichtet.

Herausforderung für die Landwirte

Für die Landwirtschaft wird das Projekt eine Herausforderung, weil das Provisorium Felder und Feldwege durchläuft. Wegen zu hoher Kosten für die realtiv kurze Nutzdauer können keine Brücken über die Gleise gebaut werden. Es müssen dafür große Umwege gefahren werden. Pächter und Bauern werden jedoch angemessen entschädigt.

Projektleiter Bernd Dassler zum Provisorium
© DB Netz AG

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27.07.2019Gemeinderäte wünschen sich bessere Kommunikation mit der Bahn

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/gemeinderaete-wuenschen-sich-bessere-kommunikation-mit-der-bahn--175777399.html

Rückblick auf die Bürgerinformationsveranstaltung im Auggener Gemeinderat / Auch Verwaltung soll mehr über nichtöffentliche Treffen informieren .

AUGGEN. Der Rückblick auf die Informationsveranstaltung schlug bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag in Auggen noch einmal Wellen, wenn auch vorwiegend im Zuschauerraum. Peter Pilger von der Bürgerinitiative Bürgerbündnis Bahn Markgräflerland (BBM) meldete sich zu Wort und forderte den Gemeinderat auf, sich die Einhaltung des Vollschutzes beim Lärmschutz im Planfeststellungsabschnitt 9.0 zwischen Müllheim und Auggen schriftlich zusichern zu lassen. Im Raum steht der Verdacht, die Bahn wolle den politisch beschlossenen höchstmöglichen Lärmschutz, der das Ergreifen passiver Lärmschutzmaßnahmen überflüssig machen würde, durch Absprachen mit einzelnen betroffenen Bürgern unterlaufen, die der Lärm womöglich weniger stören würde als die vor ihrem Grundstück aufragenden Lärmschutzwände.

Bei einer Bürgerinformationsveranstaltung in der Sonnberghalle am vergangenen Wochenende hatte die mit dem Ausbau der Rheintalbahn befasste DB Netze eine neuartige Konstruktion niedrigerer, 6,50 Meter hoher Lärmschutzwände mit sogenannten Schallresonatoren vorgestellt. Durch die kann der von vorbeifahrenden Zügen emittierte Lärm noch stärker absorbiert beziehungsweise umgelenkt werden als mit den bisherigen Modellen, die eine Gesamthöhe von bis zu 7,40 Meter vorsahen. Allerdings liegen die entsprechenden Berechnungen und Gutachten der Gemeinde Auggen laut Bürgermeister Fritz Deutschmann bisher nicht vor.

Axel Baßler, eigens bestellter Berater des Gemeinderats in Sachen Bahnausbau, fand zwar einige lobende Worte für die Informationsveranstaltung, bemängelte jedoch, die DB Netze habe durch Nichteinbeziehung des BBM in ihre Präsentation eine Chance verpasst, Gräben zuzuschütten.

Es sei für ihn nicht nachzuvollziehen, warum den Vertretern der Gemeinde nicht im Vorfeld der Informationsveranstaltung prüfbare Unterlagen vorgelegt worden seien, notfalls um den Preis einer Verschiebung der Veranstaltung. „Es kann nicht sein, dass die Gemeindevertreter von Tuten und Blasen keine Ahnung haben“, spitzte er seinen Vorwurf zu.

Eine weitere Befürchtung ist, dass der Schall nun an der Strecke vollständig geschluckt, aber dafür im Oberdorf stärker wahrzunehmen sei. Gemeinderätin Barbara Schroeren-Boersch regte an, als Gemeinderat zeitnah eine öffentliche schriftliche Stellungnahme zu formulieren mit der Aussage, man werde sich nicht auf „Höhenspielereien“ einlassen, sondern beharre nach wie vor auf dem Vollschutz, vollumfänglich. Dazu konnte sich der Gemeinderat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause aber nicht durchringen.

Gemeinderat Bruno Kiefer schlug vor, sich auch künftig Vertreter der Bürgerinitiativen MUT und BBM als Ratgeber hinzuzuziehen, die sich allerdings in der Vergangenheit besonders vehement gegen „Markgräfler Monster-Mauern“ eingesetzt hatten. Gemeinderätin Sabine Baßler forderte „vertrauensbildende Maßnahmen“ vonseiten der Bahn ein. Sie wünsche sich als Gemeinderätin engmaschigerer Kontakte, über die regelmäßigen, aber nichtöffentlichen Treffen des sogenannten Arbeitskreises, an dem neben Bürgermeister Deutschmann auch Hauptamtsleiter Dirk Ehret regelmäßig teilnimmt, hinaus.

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10.09.2019 Deutsche Bahn tauscht in Auggen die Trassen – Bauleistungen für Neubau der Rheintalbahn erfolgreich vergeben

Quelle: https://www.regiotrends.de/de/schon-gelesen/index.news.412917.deutsche-bahn-tauscht-in-auggen-die-trassen---bauleistungen-fuer-neubau-der-rheintalbahn-erfolgreich-vergeben.html

Einrichtung der Baustelle startet Ende September 2019

In Auggen verlegt die Deutsche Bahn im Rahmen des Großprojekts Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel die Rheintalbahn und baut dann im alten Trassenbereich die beiden Gleise der Neubaustrecke. Die Bauleistungen hierfür wurden im August erfolgreich vergeben. Ende September startet nun die Einrichtung der Baustelle.

Zeitgleich beginnen Vermessungsarbeiten sowie Anfang Oktober erste Rodungsarbeiten. Mitte Oktober wird die Baustraße im gesamten Baubereich östlich und westlich der Rheintalbahn, ab Höhe des nördlichen Ortseingangs von Auggen bis zur südlichen Gemarkungsgrenze zur Gemeinde Schliengen, hergestellt. Die ersten Arbeiten an den Bahnsteigen am Haltepunkt in Auggen sind für Mitte November geplant.

In Auggen baut die Deutsche Bahn insgesamt vier neue Gleise: Zunächst werden westlich der bestehenden Trasse zwei neue Gleise für die neue Rheintalbahn errichtet, die später hauptsächlich dem Personennahverkehr dienen. Voraussichtlich ab 2022 startet dann der Rückbau der bestehenden Rheintalbahn. In diesem Bereich werden später die beiden Gleise der Neubaustrecke gebaut. Sie sind dem schnellen Personenfernverkehr und dem Güterverkehr vorbehalten und werden an die Zulaufstrecke zum Katzenbergtunnel angeschlossen. Da die Neubaustrecke im Bereich der alten Trasse der Rheintalbahn errichtet wird, spricht die Bahn bei Auggen auch von einem „Trassentausch“.

Am Haltepunkt Auggen entsteht zwischen der Neubaustrecke und der Rheintalbahn ein Inselbahnsteig für Züge Richtung Müllheim/Freiburg. Westlich der neuen Rheintalbahn wird ein Bahnsteig für Züge Richtung Basel eingerichtet.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter http://www.karlsruhe-basel.de.

(Medieninfo: Deutsche Bahn AG, 10.09.2019)

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21.08.2019 (Kenzinen/Riegel) Bahn veröffentlicht Planungen

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/kenzingen/bahn-veroeffentlicht-planungen--176546417.html

 

BREISGAU-KAISERSTUHL (BZ). Die Diskussionen um den Ausbau der Rheintalbahn werden wieder an Fahrt aufnahmen: Die Bahn hat jetzt angekündigt, dass die Planunterlagen für den Abschnitt von Kenzingen nach Riegel/Malterdingen ab Montag, 26. August, im Riegeler Rathaus eingesehen werden können und auch im Internet veröffentlicht werden. Mitte September soll außerdem in Kenzingen Üsenberghalle eine öffentliche Informationsveranstaltung stattfinden.

Die Planunterlagen werden im Rahmen einer sogenannten „Frühen Beteiligung der Öffentlichkeit“ ausgelegt. Dabei sollen laut Bahn „Anwohner und Kommunen frühzeitig über die Ziele des Vorhabens, die geplante Umsetzung und die voraussichtlichen Auswirkungen“ unterrichtet werden. Die Planungen für den Ausbau der Rheintalbahn sind seit Jahren umstritten, in Kenzingen und Herbolzheim hat sich unter anderem die Bürgerinitiative BI Bahnprotest gegründet – Ziel ist es unter anderem zu verhindern, dass Güterzüge durch die Städte rattern.

Für die Veranstaltung sind drei Stunden angesetzt

Die Unterlagen sind laut Bahn bis zum 11. Oktober einsehbar. Sie liegen Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und am Donnerstag zusätzlich von 14 bis 18 Uhr im Raum 20 aus, dem Besprechungszimmer im ersten Obergeschoss. Die Informationsveranstaltung in Kenzingen findet am Mittwoch, 18. September, in der Üsenberghalle statt. Sie beginnt laut Mitteilung um 19 Uhr – und soll um 22 Uhr wieder enden.

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21.07.2019 (Auggen) Im Dialog mit Bürgern

Klaus Riexinger

Von Klaus Riexinger

So, 21. Juli 2019

Auggen

Der Sonntag Bahn diskutiert den Bau der Schallschutzwände in Auggen – BI bleibt skeptisch.

Die Bahn hat an diesem Wochenende zu einer Dialog-Veranstaltung mit Workshops für Bürger in Auggen geladen. Bis gestern Mittag sind nach Schätzung der Bahn rund 50 Bürger gekommen. Die Bürgerinitiative BBM hatte sich entschieden, nur mit Beobachtern vor Ort zu sein.

Hingehen oder nicht? Die Bürgerinitiative Bürgerbündnis Bahn Markgräflerland (BBM), die sich für einen lärmschonenden Ausbau der Rheintalbahn einsetzt, hat sich nach Auskunft von Vorstand Helmut Schmitt entschieden, an diesem Wochenende nur Beobachter nach Auggen zu schicken.
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18.07.2019 Lärmschutz bei Auggen: DB lädt zum Dialog zur Rheintalbahn – und die Positionen sind konträr

Alexander Huber

Von Alexander Huber

Do, 18. Juli 2019 um 12:04 Uhr

 Der Lärmschutz an der Rheintalbahn bei Auggen bleibt umstritten. Nun lädt die Bahn zu einer Dialogveranstaltung ein. Kritiker befürchten, dass der versprochene Vollschutz aufgeweicht werden soll.

Trotz des anhaltenden Widerstands in der Region – auf Auggener Gemarkung sind die Arbeiten der Deutschen Bahn zum Ausbau der Rheintalbahn unübersehbar. Die optimierte Kernforderung 6 (OKF 6) der Bürgerinitiativen – die Tieferlegung der Güterzugtrasse zwischen Hügelheim und Auggen – hat es bekanntlich nicht geschafft in das vom Bundestag abgesegnete Paket Baden 21. Um die Enttäuschung darüber zu mildern, wurde seinerzeit versprochen, in diesem Abschnitt den Lärmschutz auf das sogenannte Vollschutz-Niveau auszubauen.
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04.07.2019 Spatenstich: Der Ausbau der Rheintalstrecke zwischen Müllheim und Auggen könnte bis 2025 abgeschlossen sein

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/der-ausbau-der-rheintalstrecke-zwischen-muellheim-und-auggen-koennte-bis-2025-abgeschlossen-sein--174869402.html

Von Volker Münch & Alexander Huber

Do, 04. Juli 2019 um 13:14 Uhr

Müllheim

Mit einem symbolischen Akt hat die Bahn den Baubeginn auf der Rheintalbahn zwischen Müllheim und Auggen eröffnet. Kritiker beklagen, die Bahn würde am Willen der Bürger vorbei Fakten schaffen.

Die Rheintalbahn ist ein Thema, das nicht nur Schienenfahrzeuge, sondern auch die Menschen in der Region bewegt. Das stellte Astrid Siemes-Knoblich beim „symbolischen Baubeginn“ für den Planfeststellungsabschnitt 9.0 fest. Müllheims Bürgermeisterin rechnet bei den noch anstehenden Gesprächen mit einer guten Lösung. Der Gesamtprojektleiter der Bahn, Philipp Langefeld rechnet mit dem Abschluss der Bautätigkeit in diesem Abschnitt bis 2025. Bahnkritiker beklagen, die DB würde am Willen der Bürger vorbei Fakten schaffen.

Über 300 Züge rollen täglich über die Gleise der Rheintalbahn

Während sich Vertreter der Bahn, der Behörden, der Baufirmen und die Vertreter der betroffenen Kommunen an der im Bau befindlichen Brücke über der Hügelheimer Runs treffen, fahren immer wieder ICEs, Güterzüge und Regionalbahnen an der Baustelle vorbei. Sie stehen für über 300 Züge, die tagtäglich über die Gleise der Rheintalbahn rollen – mal mit mehr, mal mit weniger Lärm. Die Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel gehört zu den am stärksten befahrenen Gleisverbindungen in Europa und stellt einen Teil der europäischen Nord-Süd-Achse von Rotterdam nach Genua dar. Die Zeit drängt, hatte doch die Deutsche Bahn und die Bundesrepublik ursprünglich einen Zeitplan ins Gesamtgefüge des Rheintalbahnausbaus eingebracht, der längst schon um Jahre verfehlt wurde.

Müllheims Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich erinnerte an die Diskussionen, bei der beide Standpunkte, nämlich der der Bahn und der der Bürgerinitiativen, zum Thema Tieflage und Lärmschutz Thema waren. „Wir haben in den Verhandlungen beispielsweise im Projektbeirat viel erreicht, obwohl es für manches Thema bereits 5 nach 12 gewesen war“, stellte die Bürgermeisterin fest. Mit dem Neubau der Trasse würden alle Verkehre in einem getakteten Betrieb aneinander vorbeikommen, erklärte sie weiter. Sie verspüre bei den noch anstehenden Gesprächen die Bereitschaft für gute Lösungen. Bisher habe man hart aber fair verhandelt und blicke nun mit Zuversicht auf die noch anstehenden Detailgespräche, so Siemes-Knoblich.

„Wir begrüßen das dritte und vierte Gleis wegen seiner Möglichkeiten.“ Fritz Deutschmann, Bürgermeister von Auggen

Für Auggens Bürgermeister Fritz Deutschmann ging nach eigenen Worten ein langjähriger Planungsprozess zu Ende. „Wir begrüßen das dritte und vierte Gleis wegen seiner Möglichkeiten“, betonte Deutschmann und verwies unter anderem auf die Barrierefreiheit der Zugänge zu den Zügen. Nach Deutschmanns Lesart gebe es auch in Sachen Lärmschutz eine gute Lösung, auch wenn die Züge leider oberirdisch fahren werden. „Wir verhandeln nun in Abstimmung mit den Bürgern eine akzeptable städtebauliche Lösung“, sagte Deutschmann.

„Wir haben viel vor zwischen Müllheim und Auggen“, kündigte der Gesamtprojektleiter für den viergleisigen Ausbau zwischen Karlsruhe und Basel, Philipp Langefeld an. Der Planungsabschnitt misst nach Angaben Langefelds sechs Kilometer, die Ausbaustrecke der Rheintalbahn insgesamt hat eine Länge von 182 Kilometern. Bahn und die Bundesrepublik investieren laut Langefeld insgesamt 11,6 Milliarden Euro in den Ausbau. Die südlichen Nachbarabschnitte von 9.0. sind bereits fertiggestellt oder stünden vor dem Ende der Bauarbeiten.

Ursprünglich gehörte auch der nördliche Bereich, beispielsweise der Abschnitt 8.4, zum Planfeststellungsabschnitts 9.0. „Weil aber dort die Bürgerinitiativen die Bürgertrasse durchgesetzt haben, wurden diese Abschnitte aus dem Planfeststellungsabschnitt 9.0 herausgenommen worden“, erklärte Langefeld.

BBM: „Bahn schafft Fakten am Willen der Bürger vorbei“

In dem heutigen Abschnitt seien gleich mehrere Brückenbauwerke zu bauen, erklärte der DB-Vertreter. In der Zeit ab 2021, was Langefeld als zweite Phase bezeichnete, werde der alte Müllheimer Bahnhof durch ein neues Gebäude ersetzt werden, kündigte er an. Das alte Stellwerk würde durch ein neues elektronisches ersetzt. Ferner würden weitere Brückenbauwerke, etwa an der B 378, durch neue Konstruktionen ersetzt. Auch dem Tier- und Naturschutz werde durch entsprechende neuen Einrichtungen Rechnung getragen.

Langefeld kündigte an, den vom Projektbeirat und vom Bundestag über die Gesetze hinaus durchgesetzten Vollschutz in Sachen Lärm umzusetzen. „Wir werden uns dabei mit den Kommunen und Bürgern abstimmen“, sagte Philipp Langefeld.

Vertreter der Bürgerinitiative Bürgerbündnis Bahn Markgräflerland (BBM), die von dem Spatenstich-Termin nach eigener Aussage keine Kenntnis hatten, kritisierten das Vorgehen der Bahn und der beiden Bürgermeister, denen sie mangelnde Konsequenz beim Einsatz für die die von den Bürgerinitiativen vorgelegte Alternativplanung in Form der optimierten Kernforderung 6 (Tieflage der Güterzugstrasse) vorwerfen. Mit der Hinnahme des Baubeginns würde der politische Kampf für die OKF 6 konterkariert – und das obwohl entsprechende Gemeinderatsbeschlüsse vorlägen, diesen Kampf weiterzuführen, erklärte BBM-Vorstandsmitglied Werner Kleinfelder gegenüber der BZ-Redaktion und klagte: „Es werden hier gegen den Willen der Bevölkerung von der DB Fakten geschaffen.“ Die Aussagen der Bürgermeister bezüglich „guter Lösungen“ bei der Ausgestaltung des Lärmschutzes betrachte man mit Verwunderung, so Kleinfelder – schließlich seien zumindest dem BBM noch keine Pläne der Bahn diesbezüglich bekannt.

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15.06.2019 Bahnstrecke Kehl-Appenweier Gleisausbau um 2030


Quelle: https://bnn.de/lokales/abb/gleisausbau-bis-2030

Der vollständige Bahntrassenumbau zwischen Kehl und Appenweier lässt weiter auf sich warten. Immerhin soll nach Plänen der Bundesregierung das Planfeststellungsverfahren etwa 2028 abgeschlossen sein. | Foto: Peter Heck

Gemütlich lässt die Bahn den Ausbau der Strecke Kehl-Appenweier angehen. Derzeit saniert das Unternehmen die mittlerweile marode Gleisanlage. Für Schnellzüge wie TGV und ICE ist auch danach nur ein moderates Tempo möglich. Der komplette Ausbau lässt weiter auf sich warten, auch wenn das Vorhaben weiterhin im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans bleibt. Immerhin: Nach einer Kleinen Anfrage der Grünen zum Sachstand des 22 Kilometer langen Abschnitts zwischen der 2010 erneuerten Kehler Eisenbahnbrücke und der Appenweierer Kurve hat das Bundesverkehrsministerium nun weitere Details bekannt gegeben.

So erwartet die Bundesregierung das Baurecht für den letzten Planfeststellungsabschnitt im Jahr 2028. Der Sprecher für Bahnpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Matthias Gastel, geht deshalb davon aus, dass die Bauarbeiten wohl frühestens Anfang der 2030er-Jahre abgeschlossen sein werden. Fest steht, dass die höhengleiche Einfädelung der Appenweierer Nord- und Südkurve in die Rheintalbahn nach dem Ausbau 2030 bestehen bleibt. Die Begründung des Bundesverkehrsministeriums: Nach einer Untersuchung würde eine höhengleiche Ein- und Ausfädelung die Kapazität der Rheintalbahn nicht schmälern. Es seien ausreichende Reserven vorhanden. Eine höhengleiche Einbindung sei die wirtschaftlichste Variante. Das Bundesverkehrsministerium rechnet mit einer stärkeren Kapazität der Rheintalbahn, da die neue Verbindungskurve zweigleisig und die darauf zugelassene Geschwindigkeit deutlich erhöht wird.

Einfahrt auf Rheintalbahn bleibt höhengleich

Von 2030 an werden Schnellzüge zwischen Karlsruhe und Kehl achtmal täglich die Gleise der Gegenrichtung kreuzen. Dies sieht der Grünen-Bahnexperte Matthias Gastel kritisch: „Bei Fahrten in der Relation Straßburg-Karlsruhe wird durch diese Lösung immer die Fahrstraße in der Richtung Karlsruhe-Basel gekreuzt, sodass hier keine Zugfahrten stattfinden können. Dadurch wird die Kapazität der ausgebauten Rheintalbahn unnötig vermindert.“ Nach Ansicht Gastels sollte die Ausfädelung einer Hauptbahn aus einer Hauptbahn „eigentlich höhenfrei in Form eines so genannten Überwurfs erfolgen.“ Gastel ist überzeugt, dass der Ausbau der Strecke zwischen Kehl und Appenweier eine Chance sei, „das Nadelöhr der eingleisigen und höhengleichen Verbindungskurve zeitgemäß umzubauen“.

Von 2030 an Geschwindigkeiten zwischen 160 und 180 Kilometer pro Stunde

Wie aus der Anfrage der Grünen-Fraktion weiter hervorgeht, plant das Bundesverkehrsministerium keine alternative Trasse zur Anbindung des französischen Schienennetzes an die Rheintalbahn. Der Ausbau von Rastatt zur Grenze bei Wintersdorf wurde nicht weiter untersucht. Der Grund: auf französischer Seite seien keine konkreten Planungen zur Reaktivierung und Ausbau der dortigen Strecke.
Ferner sei eine Ertüchtigung der Strecke von Kehl bis zur Verbindungskurve auf 200 Kilometer pro Stunde aus Kostengründen unrentabel, da sich die Fahrzeit lediglich um eine Minute verkürzen würde. Daher plant das Bundesverkehrsministerium eine Trassierung auf 160 und 180 Kilometer pro Stunde in der Verbindungskurve.

„Mindestens zehn Jahre verschlafen“

Offen ist, ob die höhengleichen Bahnübergänge bei Kork und Legelshurst tatsächlich irgendwann der Vergangenheit angehören. Dies werde sich im Zuge des Projektfortschritts zeigen, heißt es aus dem Bundesverkehrsministerium. Mit der Stadt Kehl und dem Regierungspräsidium Freiburg müssten Kreuzungsvereinbarungen getroffen werden. Die Kosten für diese Maßnahmen seien nicht bekannt.
„Nachdem die neue Rheinbrücke bei Kehl bereits seit 2010 in Betrieb ist, war es längst überfällig, die Ausbaustrecke Kehl – Appenweier zu vollenden“, betont Gastel. Zugleich bemängelt er den schleppenden Verlauf des Bahnprojekts. Er stehe „sinnbildlich für die Bahnpolitik unter drei CSU-Verkehrsministern: Wir haben in Deutschland mindestens zehn Jahre beim Neu- und Ausbau des Schienennetzes verschlafen“, meint der Bahnexperte der Grünen und bemängelt: „Priorität hatte vor allem der Bau neuer Fernstraßen.“

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30.05.2019 Land und Gemeinden einigen sich beim Hochwasserschutz an der Rheintalbahn

Von Rainer Ruther

Do, 30. Mai 2019 um 12:45 Uhr

Schallstadt

 Die neue Rheintalbahn führt in Tieflage durchs Markgräflerland. Doch was, wenn die Strecke mit Wasser volläuft? Ohne das jetzt geschlossene Abkommen wäre die Strecke nicht möglich gewesen.

Beim Bau der neuen Rheintalbahn ist nicht nur viel Geduld nötig. Auch Kompromisse und kreative Lösungen von Problemen sind gefragt; ansonsten wird es noch länger dauern, bis Züge über die Strecke rollen. Ein Beispiel: Das am Montag von sechs Anliegergemeinden und dem Land Baden-Württemberg unterzeichnete Abkommen über den Hochwasserschutz in der Region.

Die neue Rheintalbahn führt in Tieflage durchs Markgräflerland: Das ist seit einigen Jahren schon in trockenen Tüchern.

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29.05.2019 Neu- und Ausbau der Rheintalbahn / Beschlüsse umsetzen mit neuen Partnern

Quelle: 
https://www.stadtanzeiger-ortenau.de/ortenau/c-lokales/beschluesse-umsetzen-mit-neuen-partnern_a24480
Der Bahngraben bei Offenburg

Reute/Ortenau (st). Der Ausbau der Rheintalbahn war Gesprächsthema bei einem auf Einladung von Peter Weiß, MdB, zustande gekommenen Treffen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Steffen Bilger, MdB, im Rathaus in Reute. Daran nahmen sowohl Vertreter mehrerer Gemeinden als auch Behördenvertreter teil.

Dr. Christian Dusch, Verbandsdirektor des Regionalverbandes Südlicher Oberrhein, nutzte dabei die Gelegenheit, um die neue Rolle des Eisenbahnbundesamtes (EBA) anzusprechen. Es sei wichtig, dass die positiven Signale am Ende auch dazu führten, dass die Behörde tatsächlich den Kontakt und das Gespräch mit den Menschen in der Region suche. Bilger zeigte sich insoweit zuversichtlich. Er habe nämlich vom Präsidenten des Eisenbahnbundesamtes ausdrücklich versichert bekommen, dass das EBA sich der neuen Aufgabe bewusst sei und sich darauf einstelle.

Neue Zuständigkeiten

Vor diesem Hintergrund besuchte Verbandsdirektor Dusch dieser Tage die Niederlassung der DB Netz AG und der Außenstelle des Eisenbahn-Bundesamtes in Karlsruhe. „Der Ausbau der Rheintalbahn ist und bleibt eines der wichtigsten Themen in der Region Südlicher Oberrhein“, betonte Dusch. Angesichts der sich verändernden Zuständigkeitengebe es in der Region die Befürchtung, dass sich dies negativ auf die Verwirklichung der im Projektbeirat gefundenen Kompromisse auswirken könnte. Dusch: „Die Kompetenzverlagerungen bei Straßen und Schienenprojekte auf verschiedene Bundesbehörden waren nicht im Interesse der Region. Doch jetzt gilt es, sich frühzeitig auf die neue Aufgabenverteilung vorzubereiten.“

Konkret stelle sich die Frage, wie die Abstimmung zwischen der Region und den zuständigen Stellen auch künftig sichergestellt werden könne, wenn schon die Zuständigkeit für die Anhörung im Planfeststellungsverfahren beim EBA liege. Bisher war hierfür das Regierungspräsidium Freiburg zuständig, das durch seine Nähe und fachübergreifende Kompetenz die Belange der Region im Blick hatte. In dieser Funktion haben Mitarbeiter des Regierungspräsidiums auch regelmäßig an den Sitzungen der Regionalen Begleitgremien zum Aus- und Neubau der Rheintalbahn teilgenommen.

Abstimmung mit den Verantwortlichen

Für den Neubau im südlichen Streckenabschnitt (Streckenabschnitt 8 von Riegel bis Müllheim) werde sich die Zuständigkeit nach jetzigem Stand der Planungen der Bahn auch nicht ändern. „Wir gehen nach dem aktuellen Planungsfortschritt davon aus, dass alle Unterlagen für diesen Streckenabschnitt bis Ende 2019 eingereicht sind“, betont Christoph Klenert, Beauftragter für Außenbeziehungen der DB Netz AG. Anders sehe dies im nördlichen Abschnitt (Streckenabschnitt 7 von Appenweier bis Kenzingen) aus.  Hier müsse man davon ausgehen, dass die Unterlagen erst nach dem Stichtag zum Übergang der Zuständigkeit am 6. Dezember 2020 eingereicht werden können.

Anlässlich des Besuches hatte der Verbandsdirektor auch Gelegenheit, die neu geschaffenen Räumlichkeiten für kollaboratives Arbeiten nach der Building Information Modeling-Methode (BIM) für die fünfdimensionale Planung von Großprojekten in Augenschein zu nehmen.
Im Gespräch zwischen Christian Dusch und dem Leiter der Außenstelle des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) in Karlsruhe, Günter Rogel, ging es um die künftige neue Rolle des EBA nach dem Zuständigkeitsübergang am Nikolaustag 2020.

EBA als Anhörungsbehörde

Für die danach beginnenden Planfeststellungsverfahren ist das EBA auch als Anhörungsbehörde im Beteiligungsverfahren gefordert. „Für uns wird dies eine neue Rolle sein, auf die wir uns schon längere Zeit vorbereiten. Dazu gehört die Einstellung neuen Personals, ebenso wie die triviale Frage, wo die neuen Mitarbeiter untergebracht werden“, führt Rogel aus. Dusch wies darauf hin, dass die Umsetzung des Projektbeiratsbeschlusses für die Region von zentraler Bedeutung sei. „Die Menschen in der Region erwarten, dass die Beschlüsse des Projektbeirats eins zu eins und auch rechtssicher umgesetzt werden können“, brachte Dusch die Erwartungshaltung in der Region auf den Punkt. Günter Rogel erwiderte, dass er als Vertreter der Genehmigungsbehörde dem Ergebnis eines künftig bevorstehenden Verfahrens natürlich nicht vorgreifen und dazu keine Aussage treffen könne. Einig waren sich beide Gesprächspartner aber, dass man offen für weitere Gespräche sei.

Für die Hauptbotschaft des Treffens mit Staatssekretär Bilger, nämlich die gemeinsame Planung des Autobahnausbaus mit dem Ausbau der Rheintalbahn, dankte Dusch ausdrücklich. Damit werde einer mehrfach erhobenen Forderung der Verbandsversammlung nachgekommen.
Allerdings sollten die Großprojekte im Anschluss an die gemeinsame Planung auch gemeinsam realisiert werden. Denn nur dadurch könnten die Belastungen der Region auf das notwendige Maß beschränkt werden, so Verbandsdirektor Dusch.

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28.05.2019 Grünes Signal für Rheintalbahn-Ausbaupläne zwischen Schallstadt und Buggingen

Quelle: https://www.baden.fm/nachrichten/die-planung-zum-ausbau-der-rheintalbahn-kann-auch-in-suedbaden-zwischen-schallstadt-und-buggingen-fortgesetzt-werden-528394/

Die Behörden erlauben die Fortführung der Planungen für die Bahnstrecke

Die Planung für die Rheintalbahn kann auch südlich von Freiburg schon bald fortgesetzt werden. Für die notwendigen Maßnahmen zum Hochwasserschutz haben am Dienstag (28.05.2019) Vertreter des Landes, der Deutschen Bahn und der Stadt Bad Krozingen unterschrieben.
Das Land klärte sich 2014 bereit, die Mehrkosten für die Hochwasserschutzmaßnahmen in Höhe von etwa zehn Millionen Euro zu tragen.
Unklar war danach aber, wer die erforderlichen Arbeiten an weiteren Bächen, Flüssen und Seen finanziert. 2018 hatte das Landeskabinett hier schon eine erste Zusage erteilt. Die Kommunen Bad Krozingen, Buggingen, Eisenach, Hartheim, Heitersheim und Schallstadt haben sich unter dieser Vorraussetzung bereit erklärt die Planungen für den Hochwasserschutz durchzuführen.

Lärm- und Hochwasserschutz im Fokus

Auch an einer Lösung für die lärmgeplagten Anwohner hat das Land Interesse gezeigt. Ein übergesetzlicher Lärmschutz zwischen Hügelheim und Auggen soll dort eingerichtet werden im Wert von 405 Millionen Euro.
Erst vor zwei Wochen hatte das Bundesverkehrsministerium bekannt gegeben, dass die Planungen für den Rheintalbahn-Ausbau auch nördlich von Freiburg schneller vorangehen könnten als gedacht. Auch im Abschnitt zwischen Freiburg und Riegel ist geplant, die Bahnstrecke zeitgleich mit der stark ausgelasteten A5 zu erweitern.
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27.05.2019 Land steigt in die Planung des sechsspurigen Ausbaus der A5 ein

Quelle: https://rheinneckarblog.de/27/land-steigt-in-die-planung-des-sechsspurigen-ausbaus-der-a5-ein/149902.html

Bundesverkehrsministerium sagt Unterstützung zu

Rhein-Neckar, 27. Mai 2019. (red/pm) Die Planung des sechsspurigen Ausbaus der A 5 kommt einen entscheidenden Schritt weiter. Angesichts der am vordringlichen Bedarf ausgerichteten Ressourcen war eine vertiefte Planung durch das Land bisher nicht möglich.

Information des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg:

“Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat das Land Baden-Württemberg gebeten, mit der Planung zwischen Offenburg und Freiburg nunmehr zu beginnen, und sagt hierfür finanzielle Unterstützung zu. Mit der zugesagten Unterstützung kommt der Bund der ursprünglichen Forderung des Landes entgegen, den Ausbau der A 5 prioritär zu behandeln. In den kommenden Wochen werden Gespräche der beteiligten Behörden über das weitere Vorgehen stattfinden.

Für die stark belastete A 5 ist damit eine Besserung der Verkehrssituation in greifbare Nähe gerückt. Der Abschnitt der A 5 zwischen Offenburg und Freiburg gilt heute bereits insbesondere im südlichen Teil in den Spitzenzeiten als überlastet.

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Unser Ziel ist klar: Um die Verkehrssituation zu entspannen, treiben wir die Erweiterung der A 5 auf sechs Fahrspuren entschlossen voran. Der Bund strebt deshalb einen frühzeitigen Planungsbeginn an. Wir wollen noch in diesem Jahr loslegen – und Synergien nutzen. Deshalb sollen die Erweiterungsplanungen der A 5 in enger Abstimmung mit den Planungen der Rheintalbahn erfolgen. Vordringliches Ziel ist es, den rund 16 km langen, stark belasteten Abschnitt Riegel bis Freiburg-Mitte ab 2024 sechsspurig auszubauen. Pendler und Wirtschaftsverkehr kommen dann künftig schneller ans Ziel, es gibt weniger Stau, die Sicherheit wird verbessert – davon werden alle profitieren.“

Ministerialdirektor Prof. Uwe Lahl, Amtschef im Ministerium für Verkehr: „Diese Entwicklung freut mich für die Region. Mit der Planung des Ausbaus der A 5 zwischen Offenburg und Freiburg wird hier einem lang gehegten Wunsch Rechnung getragen. Wir begrüßen dieses Vorgehen und erwarten uns erhebliche Synergieeffekte mit der parallel verlaufenden Planung der Rheintalbahn. Aufgrund der bestehenden Priorisierung des Landes wird das Projekt jedoch nicht ohne zusätzliche personelle Ressourcen zu stemmen sein. An unserer Umsetzungskonzeption halten wir natürlich weiter fest, andere Straßenbauvorhaben in Baden-Württemberg dürfen dadurch nicht hintenanstehen.“

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21.05.2019 A5-Ausbau kommt früher Planungsbeginn angekündigt

Quelle: https://www.stadtanzeiger-ortenau.de/ortenau/c-lokales/planungsbeginn-angekuendigt_a24084

Ortenau (st). Mit den Planungen für den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn A5 zwischen Freiburg und Offenburg soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Das hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Steffen Bilger bei einem Vor-Ort-Termin im Rathaus von Reute im Landkreis Emmendingen angekündigt, zu dem der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß eingeladen hatte. „Wir werden beim Autobahnausbau deutlich schneller vorankommen als das bisher im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen war“, erklärte der Staatssekretär. Dieses schnellere Vorgehen in Sachen Autobahn sei auch mit dem Land Baden-Württemberg abgesprochen. Hierfür bedankte sich Bilger ausdrücklich. Ziel sei es, dass zunächst einmal den besonders stark belasteten Abschnitt zwischen den Autobahnanschlüssen Freibug-Mitte und Riegel am Kaiserstuhl rasch durch den Planungsprozess zu bringen und dann auch zu bauen. Der Bau des dritten und vierten Gleises der Rheintalbahn parallel zur Autobahn und der Ausbau der Autobahn auf sechs Spuren sollen gleichzeitig begonnen und durchgeführt werden.

Optimierter Lärmschutz

Bundestagsabgeordneter Peter Weiß bedankte sich für die neue Nachricht aus Berlin. „Der Ruf aus unserer Region nach einem schnellen Autobahnausbau wird endlich gehört“, erklärte er. Nur mit dem parallelen Bau der beiden großen Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen werde gewährleistet, dass Brücken und Unterführungen nur einmal angefasst werden müssen und die Belästigungen für die angrenzenden Gemeinden reduziert werden.

Der Parlamentarische Staatssekretär bestätigte bei seinem Besuch nochmals, dass zwischen Bund und Bahn fest vereinbart ist, dass beim Aus- und Neubau der Rheintalbahn der im Projektbeirat abgesprochene optimierte Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner realisiert werde. „Am Lärmschutz wird nicht herumgedoktert, sondern das eingehalten, was wir versprochen haben“, sagte Steffen Bilger.

Wirtschaftsstandort Ortenau

Der Erste Landesbeamte des Ortenaukreises, Nikolas Stoermer, Vorsitzender des Projektbegleitgremiums Autobahnparallele (Abschnitt Hohberg bis Riegel), begrüßt die Nachricht aus Berlin. „Bereits heute ist die Kapazität sowohl auf der Schiene als auch auf der Autobahn voll ausgeschöpft. Deshalb ist der Ausbau der beiden Verkehrsinfrastrukturen für den Wirtschaftsstandort Ortenau von herausragender Bedeutung“, so Stoermer. Der Kreistag des Ortenaukreises hatte deshalb bereits in seiner Sitzung vom 3. März 2015 zum Ausbau der Rheintalbahn den Bund aufgefordert, den sechsstreifigen Ausbau der A5 zeitgleich zu planen und zu bauen. „Damit wird nicht nur die Bevölkerung weniger belastet, sondern es werden Synergien genutzt und Ressourcen gespart“, hebt der Erste Landesbeamte hervor. Dass die Planung des Ausbaus der A5 zunächst mit dem Abschnitt zwischen Freiburg-Mitte und Riegel beginnen sollen, ist kein Problem für die Ortenau. Schließlich sollen die Abschnitte der Rheintalbahn ebenfalls von Süden nach Norden realisiert werden.

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06.05.2019 Ringsheim Infrastruktur: Neue Bahn-Pläne sorgen für Unmut

Quelle: https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.ringsheim-neue-bahn-plaene-sorgen-fuer-unmut.0d486389-d4af-4d68-a18e-e37076f4127d.html
Adelbert Mutz,  06.05.2019 – 17:30 Uhr

Ringsheim – Geht es nach dem Willen von Bahn und Politik, sollen auf lange Sicht acht Bahngleise – vier an der Bestandsstrecke und noch einmal vier entlang der Autobahn – gebaut werden. Auch dem Ringsheimer Bahnhof stehen Änderungen bevor.

Lydia Schütte von der Ringsheimer BI Bahn und Bürgermeister Pascal Weber, beide Mitglieder im regionalen Projektbegleitgremium Autobahnparallele, informierten bei der Hauptversammlung der BI über den aktuellen Kenntnisstand zu den Planungen.

Klar ist, dass zwei zusätzliche Güterzuggleise an die Autobahn kommen. Von der Bahn eingeplant sind dort zwei weitere je zwei Kilometer lange temporäre Gleisstränge zwischen der Grafenhausener und Ringsheimer Brücke während des Ausbaus, die später wieder zurückgebaut werden sollten. Dieser Rückbau soll nun offensichtlich doch nicht erfolgen. Das geht aus den Plänen der Bahn hervor, die bei einer Sitzung des Begleitgremiums am 9. April vorgestellt wurden (das Protokoll liegt unserer Redaktion vor). BI und Bürgermeister lehnen dies strikt ab, da angesichts weiterer Verkehrsmaßnahmen auf der Gemarkung ohnehin eine sehr starke Belastung herrsche. Weber: „Das hat uns betroffen gemacht.“ Immerhin: Für den Lärmschutz entlang der A 5 habe der Bund einen übergesetzlichen Lärmschutz anerkannt.

Im Abschnitt zwischen Orsch­weier und Kenzingen sind bekanntlich zwei zusätzliche Überholgleise für ICEs vorgesehen. Eine Studie habe gezeigt, dass die von den BIs in diesem Zusammenhang geforderte Höchstgeschwindigkeit von Tempo 230 nicht funktioniert, sagte Weber, die Bahn plane weiter mit 250 Stundenkilometern. „Wenn wir versuchen, dieses Paket wieder aufzuschnüren, finden wir kein Gehör“, so Weber.

Toilettenanlage soll noch dieses Jahr kommen

Die lange geforderten Toiletten am Ringsheimer Bahnhof sollen noch dieses Jahr kommen, „der Bauantrag liegt bereits im Rathaus“. Die Anlage soll auf Kosten der Bahn westlich des Bahnhofs, etwa im Bereich des Dönerimbiss, gebaut werden. Die Unterhaltungskosten teilen sich Gemeinde und Europa-Park, etwa 10.000 Euro jährlich sind im kommunalen Haushalt vorgesehen.

Dass der Bahnhof im Zuge des Gleisbaus nicht bleibt, wo er ist, ist bekannt. Wie der zukünftige Bahnhof nördlich der Brücke „Hauptstraße“, etwa in Höhe der Kahlenberghalle, aussehen könnte, zeigt nun eine erste Planskizze. Demnach sind eine großzügige, barrierefreie Unterführung, ein etwa 50 Meter langer überdachter Bahnsteig sowie – westlich der Bahnlinie – ein Busbahnhof vor allem für Europa-Park-Besucher vorgesehen. Benno Heitzmann plädierte in diesem Zusammenhang für den Erhalt der bestehenden Unterführung. Für infrastrukturelle Maßnahmen wie den Bau eines Busbahnhofs werde auch die Gemeinde finanziell eintreten müssen, die Bahn bezahle nicht alles, erklärte Lydia Schütte.

Mit dem Bau der Neubaustrecke sind viele Zwangspunkte zu berücksichtigen. Das heißt im Klartext, die beiden bestehenden Brücken „Hauptstraße“ und „Simona“ werden abgerissen und neu errichtet. Auch dabei übernehme die Bahn die Kosten nicht allein. Im Ringsheimer Fall werde die Gemeinde vermutlich Hauptkostenträger sein, weil die Brücken ohnehin sanierungsbedürftig seien, so Schüttes Einschätzung.

Ab dem Jahr 2021 ist für die Bahnplanung nicht mehr wie bisher das Regierungspräsidium, sondern das Eisenbahnbundesamt zuständig. Die BI betonte, dass ein nahtloser Übergang von großer Bedeutung sei, um Verzögerungen und Änderungen zu verhindern.

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18.04.2019 (Offenburg) Begleitgremium zum Offenburger Tunnel tagte zum achten Mal

Quelle: https://www.bo.de/lokales/offenburg/begleitgremium-zum-offenburger-tunnel-tagte-zum-achten-mal

©Volker Gegg

Das regionale Projektbegleitgremium zum »Tunnel Offenburg“ hat sich vergangene Woche zum achten Mal zu einer Sitzung im Technischen Rathaus in Offenburg getroffen. Dabei erläuterten Vertreter der Bahn den Sachstand der Zugzahlen 2030, die im Februar vom Bund veröffentlicht und bestätigt wurden.

Des Weiteren wurden aktuelle Planungsstände hinsichtlich der Baulogistik und der benötigten Flächen zum Tunnelbau vorgestellt, teilt die Bahn mit. Abschließend wurde das weitere Vorgehen für die im vierten Quartal geplante frühe Öffentlichkeitsbeteiligung dargelegt.

Nachdem die künftigen Zugzahlen entlang der Rheintalbahn durch einen Gutachter erneut überprüft wurden, konnten diese nun dem Gremium vorgestellt werden. Die Überprüfung hat laut Bahn gezeigt, dass zwischen den für den Lärmschutz an der Rheintalbahn maßgeblichen Zugzahlen für die Jahre 2025 und 2030 kein Unterschied bestehe.

Schallgutachten

Somit kann der übergesetzliche Lärmschutz, der im Projektbeirat beschlossen und mit dem Bundestagsbeschluss von 2016 zugesagt worden war, vollumfänglich geplant werden, heißt es weiter. Aktuell würden durch die Sachverständigen die Schallgutachten erstellt, welche die Grundlage für die weitere Planung bilden.

Für die Abwicklung der Baustellenlogistik bestehe erheblicher Flächenbedarf, etwa für Aufbereitungsflächen, Maschineneinsatz, Lagerflächen und Baustraßen. Die dafür vorgesehenen Flächen befänden sich schwerpunktmäßig im Bereich der durch die Baumaßnahme dauerhaft in Anspruch genommenen Flächen. Zusätzlich seien auch temporäre Flächeninanspruchnahmen geplant. Wie die beim Tunnelbau abgetragene Massen transportiert werden, befinde sich aktuell noch in der Ausarbeitung.

Die frühe Beteiligung von Bürgern soll zur Optimierung der Planung von Projekten beitragen. Das Ziel sei es, durch Transparenz und Einbindung in der frühen Planungsphase mehr Akzeptanz für die anschließenden Genehmigungsverfahren zu erzielen.

Nach aktuellem Stand ist die Veranstaltung zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung für den Anfang des vierten Quartals 2019 geplant. Im Anschluss werden die Gemeinderäte der betroffenen Gemarkungen über die Planungen zum Tunnelbau informiert, heißt  es weiter.

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16.04.2019 (Offenburg) Erheblicher Flächenbedarf für den Tunnelbau

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/offenburg/erheblicher-flaechenbedarf-fuer-den-tunnelbau--171255401.html

Von BZ-Redaktion

Di, 16. April 2019

Offenburg

Regionales Begleitgremium spricht über Baustellenlogistik, Lärmschutz an der Rheintalbahn und frühe Öffentlichkeitsbeteiligung.

OFFENBURG (BZ). Das regionale Projektbegleitgremium „Tunnel Offenburg“ hat sich in seiner jüngsten Sitzung im Technischen Rathaus unter anderem mit den Zugzahlen 2030 befasst, die im Februar vom Bund veröffentlicht worden waren. Die Überprüfung hat laut einer Mitteilung der Bahn gezeigt, dass zwischen den für den Lärmschutz an der Rheintalbahn maßgeblichen Zugzahlen für die Jahre 2025 und 2030 „kein Unterschied besteht“. Somit könne der übergesetzliche Lärmschutz, der im Projektbeirat beschlossen und mit dem Bundestagsbeschluss von 2016 zugesagt worden war, in vollem Umfang geplant werden. Aktuell würden durch Sachverständige die Schallgutachten für die weitere Planung erstellt. Thema war auch die Baustellenlogistik für den Offenburger Tunnel. Es bestehe „erheblicher Flächenbedarf“ etwa für Aufbereitungsflächen, Maschineneinsatz, Lagerflächen und Baustraßen. Die dafür vorgesehenen Flächen befänden sich schwerpunktmäßig im Bereich der zukünftig durch die Baumaßnahme dauerhaft in Anspruch genommenen Flächen. Wie die beim Tunnelbau abgetragenen Massen transportiert werden, befindet sich laut Bahn aktuell noch in der Ausarbeitung. Nach aktuellem Stand soll es nach der Sommerpause im Rahmen einer frühen Öffentlichkeitsbeteiligung einen Informationstermin geben. Im Anschluss würden die Gemeinderäte der betroffenen Gemarkungen über die Planungen zum Tunnelbau informiert.

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13.04.2019 (Auggen) „Gremien falsch informiert“

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/auggen/gremien-falsch-informiert--170819564.html

Von Beatrice Ehrlich

Sa, 13. April 2019

Auggen

Erneute Diskussion über Bahnausbau im Auggener Gemeinderat.

AUGGEN (hrl). Erneut beschäftigte den Auggener Gemeinderat bei dessen jüngster Sitzung der Ausbau der Rheintalbahn. Nach einem Gemeinderatsbeschluss steht ein Sachstandsbericht zu dem Thema stets auf der Tagesordnung, so auch dieses Mal. Doch schon vorher, in der Bürgerfrageviertelstunde, ging es um die Bahn.

Mit Blick auf eine Veröffentlichung, in der von „konstruktiven Gesprächen” zwischen der Deutschen Bahn und Vertretern der Anliegerkommunen die Rede war, erkundigte sich ein Bürger, worum es bei den Gesprächen gegangen sei und wer vonseiten Auggens teilgenommen habe. Bürgermeister Fritz Deutschmann informierte, das Gespräch habe sich unter anderem um die für Auggen unabdingbaren Leitungskreuzungen gedreht (siehe BZ vom 11.10. und 8.11.2018 und vom 19.3.2019 ). Es seien zudem Skizzen zu möglichen Ausgestaltungen des Lärmschutzes gezeigt worden. Diese hätten jedoch für ihn keine Relevanz, denn für ihn gebe es keine Alternative zum von der Politik zugesagten Vollschutz. Beim Gespräch sei neben ihm Hauptamtsleiter Dirk Ehret dabei gewesen, nicht, wie in der Veröffentlichung irrtümlich festgehalten, Gemeinderat Ingo Ehret.

Unter dem Punkt Sachstandsbericht wurde auf Antrag von Barbara Schroeren-Boersch (Auggener Alternative) Gerhard Kaiser einstimmig das Wort erteilt. Als Vertreter der Bürgerinitiative MUT hatte er in der Vorwoche an der Sitzung des regionalen Begleitgremiums Hügelheim-Müllheim-Auggen zum aktuellen Planungsstand teilgenommen und wollte dazu im Rat Stellung nehmen sowie aktuelle Grafiken zeigen. „Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase“, hatte der vom Gemeinderat beauftragte Bahn-Experte Axel Baßler zuvor die Dringlichkeit des Anliegens deutlich gemacht. Kaiser hob erneut die Wucht der als Vollschutz geplanten Galerien auf einer Länge von 2,2 Kilometern hervor, im Gegensatz zu den erheblich niedrigeren Lärmschutzwänden, die bei einer Umsetzung der von den Bürgerinitiativen ins Spiel gebrachten Optimierten Kernforderung 6, schlank fällig würden. Diese Version sei in der Präsentation der DB Netze unterschlagen worden, zur Veranschaulichung habe er sie eigenhändig ergänzt.

Er forderte weiterhin tatkräftige Unterstützung von der Gemeinde für die von den Bürgerinitiativen favorisierte Variante, in der unter anderem die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 230 – anstatt wie von der Bahn geplant 250 – limitiert wird. Dafür sei zusätzliche Information nötig. „Die Gremien sind falsch informiert“, stellte er in den Raum, auch, was die steigenden Baukosten des Bahnausbaus betreffe.

Unter http://www.karlsruhe-basel.de hat die Bahn Infos über den Neu- und Ausbau der Rheintalbahn eingestellt. In der Informationsbroschüre zum Streckenabschnitt 9.0 ist auf Seite 10 auch kurz von der von den Bürgerinitiativen favorisierten optimierten Kernforderung 6 die Rede. So heißt es dort: „Die im Projektbeirat beschlossene Forderung eines Vollschutzes wird derzeit noch ausgearbeitet und mit den Kommunen abgestimmt.“ Sabine Baßler (Freie Wähler) forderte Gerhard Kaiser auf, dessen – von ihr geschätzten – Erkenntnisse mehr zu straffen. Man laufe sonst Gefahr, den roten Faden zu verlieren, appellierte sie an den Experten.

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18.03.2019 Igel Breisgauer Interessengemeinschaft gegen Lärm sieht sich noch nicht am Ziel

Von Lena Roser

Mo, 18. März 2019 um 16:36 Uhr

March

 Die Bürgerinitiative Igel bestätigt bei der Hauptversammlung in Buchheim den Vorstand. Weiterhin soll künftigen Generationen ein lärmfreies Leben an der Trasse der Rheintalbahn ermöglicht werden.

Auf der Zielgerade, aber noch lange nicht am Ziel sieht sich die Breisgauer Interessengemeinschaft gegen Lärm und Umweltbelastung (Igel), die im Buchheimer Bürgerhaus ihre Hauptversammlung abhielt. Seit 16 Jahren setzt sich die Bürgerinitiative für den Lärmschutz beim Aus- und Neubau der Rheintalbahn ein. Lange Zeit sei es bei der Planung zum dritten und vierten Gleis der Rheintalbahn nicht mehr vorangegangen, informierte Vorsitzender Johannes Baumgärtner die Mitglieder über die Entwicklungen im vergangenen Jahr.

16 Jahre nach der Gründung hat die Initiative 3.500 …

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12.04.2019 Ausbau Rheintalbahn: Bahn prüft Vorschlag der Bürgerinitiative in Abschnitten Bad Krozingen bis Müllheim – Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald übernimmt Moderation

Quelle: https://www.regiotrends.de/de/regiomix/index.news.401483.ausbau-rheintalbahn-bahn-prueft-vorschlag-der-buergerinitiative-in-abschnitten-bad-krozingen-bis-muellheim---landratsamt-breisgau-hochschwarzwald-uebernimmt-moderation-.html

Die Deutsche Bahn begrüßt die Initiative des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald zur Moderation eines Faktenchecks bezüglich des Alternativvorschlags der Bürgerinitiative zur technischen Ausgestaltung der Bürgertrassen-Tieflage.

Hinsichtlich des Planfeststellungsabschnitts 8.3 Bad Krozingen, der von dieser Thematik betroffen ist, hält die Bahn fest, dass die zugehörigen Planunterlagen für das Verfahren bereits beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht sind. Für den Planfeststellungsabschnitt 8.4 Bad Krozingen‒Müllheim werden die Planfeststellungsunterlagen aktuell erstellt. Die Bahn sieht die Interessenslage und Betroffenheit der Landwirte und ist gerne bereit, Vorschläge zu prüfen und zu bewerten.

Derzeit liegen der Bahn noch keine prüffähigen Alternativvorschläge der Bürgerinitiative vor. Nach dem avisierten Faktencheck und abhängig von den darin erzielten Ergebnissen wird entschieden, in welcher Form die Vorschläge Eingang in die laufenden Planungen finden.

(Presseinfo: Deutsche Bahn AG, 12.04.2019)

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09.04.2019 Ausbau der Rheintalbahn sorgt für neuen Lärm bei Müllheim

Rheintalbahn, Güterzug, © Georg Wagner - Deutsche Bahn AG

Die Geräusche der Maschinen werden teilweise auch nachts zu hören sein

Anwohner an der Rheintalbahnstrecke zwischen Karlsruhe und Basel müssen sich in diesem Monat auf zusätzlichen Baulärm einstellen.

Die Deutsche Bahn bereitet am Streckenabschnitt zwischen Müllheim und Auggen auf Höhe des Tierdurchlasses gerade den Einbau von neuen Hilfsbrücken vor. Für die zwei neuen Gleise müssen verschiedene Pfähle in den Boden gerammt werden. Die Rammarbeiten sollen durchgehend von Samstag 13. April bis zum Montag den 15. April stattfinden.

Anwohner, die in der Nähe der Eisenbahnüberführung bei  Müllheim wohnen, müssen sich auf lauten Baulärm einstellen. Zudem gab die Deutsche Bahn bekannt, dass auch in den Nächten vom 19. auf den 20. April und vom 20. auf den 21.April voraussichtlich weitere Bauarbeiten geplant sind.

Bahn sieht keine wirklich Alternative für Nachtarbeiten

Der Bahnkonzern rechtfertigt die nächtlichen Bauarbeiten damit, dass ein Großteil der Arbeiten nur in genehmigten Speerpausen durchgeführt werden kann. Dort fahren keine Züge vorbei. Der Baulärm kann mehrere Kilometer von der Baustelle entfernt noch gehört werden.

Bei dem Planfeststellungsabschnitt 9.0 werden zwei neue Gleise östlich der bestehenden Rheintalbahn gebaut. Zudem soll südlich von Müllheim ein neuer Tierdurchlass umgesetzt werden. Somit haben Wildtiere die Möglichkeit, gefahrlos die vier Gleise von der Rheintalbahn und der Neubaustrecke zu überqueren. Dazu werden im Juni vorübergehend Hilfsbrücken für den Zugverkehr eingebaut. Das neue Brückenbauwerk wird neben der Strecke hergestellt und soll später unter die Hilfsbrücken unter die Gleise geschoben werden.

Anschließend sollen Arbeiter das eingeschobene Bauteil seitlich mit Erde verfüllen und die Hilfsbrücken wieder ausbauen, so die Deutsche Bahn.

(af)

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30.03.2019 (Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn) Neues Gesicht bei der Bahn

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/lahr/neues-gesicht-bei-der-bahn--169598884.html
Manfred Dürbeck

Von Manfred Dürbeck

Sa, 30. März 2019

Lahr

Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn, hat sich in der Region umgesehen.

LAHR. Im Prinzip hält auch die Deutsche Bahn das Güterverkehrsterminal (GVT) im Lahrer Westen für eine spannende Geschichte. Die offene Frage, die auch beim Besuch von Thorsten Krenz, dem neuen Konzernbevollmächtigten der Bahn für Baden-Württemberg nicht geklärt werden konnte: Soll die Bahn zunächst für die Anbindung sorgen, oder sollte die IGZ als erstes einen Betreiber präsentieren?

Krenz hatte sich auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Peter Weiß einen Tag Zeit genommen, um die Region und ihre Potenziale selbst in Augenschein zu nehmen. Zentraler Punkt dabei neben dem Ausbau der Rheintalstrecke war dabei die Präsentation des Terminals, den Markus Ibert, Geschäftsführer der IGZ unterstützt von zahlreichen Charts vorstellte. Der Lahrer Baubürgermeister machte sich ebenfalls für den GVT stark. Er warb dafür, dass die Bahn die Infrastruktur im Vorfeld bereitstellen müsste. Wenn die realisiert sei, gebe es auch Logistiker, die die Chancen zum Warenumschlag nutzten.

„Kein Unternehmer kann heute schon sagen, wo in 15 Jahren die Reise hingeht.“ Deshalb sei deren derzeitige Zurückhaltung nachvollziehbar. Offen ist derzeit, wann die Rollende Landstraße, also die Verladung von Lkw auf die Schiene, vom derzeitigen Standort in Freiburg nach Lahr umzieht. Bei der IGZ könnte man sich eine solche Verlagerung zum GVT gut vorstellen. Eben erst habe der Betreiber dort Millionen Euro investiert. Eher unwahrscheinlich ist aus sicht der Bahn derzeit auch ein ins Spiel gebrachter Umzug des Offenburger Güterbahnhofs nach Lahr.

Dass der zügige Ausbau der Rheintalstrecke oberste Priorität genießen muss, ist auch für den neuen Mann unstrittig, der seit dem 1. Januar in der Funktion als Bevollmächtigter ist. Seit zwölf Jahren ist er bei der Bahn, zuletzt war er Kontaktmann in Berlin zwischen DB und Bundestag sowie Bundesrat.

Bürgermeister weisen auf die große Belastung hin

Am Treffen nahmen auch Bürgermeister der Region teil, die dem GVT und auch der Rheintalstrecke eher weniger Begeisterung entgegenbrachten. Der Hohberger Bürgermeister Jehle etwa verwies auf die große Belastung seiner Bürger durch den Offenburger Tunnel und die Anbindungstrasse an den Autobahnanschluss Offenburg-Süd. Er bat dringend, den bestmöglichen Lärmschutz an der Bahn sicherzustellen. Friesenheims Bürgermeister Erik Weide prognostizierte wachsenden Verkehr durch Schuttern, sollte das GVT kommen. Unabhängig davon wiederholte Peter Weiß seine Forderung, die Planungen für das dritte und vierte Gleis und den sechsspurigen Ausbau der Autobahn parallel in Angriff zu nehmen. Nach seinem Kenntnisstand sei diese Einsicht inzwischen auch im zuständigen Ministerium angekommen.

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27.03.2019 Gründer von „Pro Rheintal“ spricht über Erfolge und Ziele im Kampf gegen Bahnlärm

Von Andrea Steinhart

Mi, 27. März 2019 um 13:35 Uhr

Gundelfingen

 Frank H. M. Gross, Gründer der Bürgerinitiative Pro Rheintal, kann im Kampf gegen Bahnlärm über erste Erfolge berichten. Weiterhin sind für den 68-Jährigen aber 90 Prozent des Lärms vermeidbar.

Bahnlärm macht krank. In vielen Städten Deutschland gründen sich deshalb Bürgerinitiativen, die dagegen vorgehen. Frank H. M. Gross engagiert sich in der Bürgerinitiative Pro Rheintal. Welche Ziele die Initiative bereits erreicht hat, berichtet er in einer vom Verein Atokk (Alte Trasse ohne Krach und Katastrophen) organisierten öffentlichen Veranstaltung am Donnerstag, 28. März – und im Gespräch mit Andrea Steinhart.

BZ: Herr Gross, was konnten Sie und Ihre Bürgerinitiative Pro Rheintal für den Lärmschutz bereits durchsetzen?

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18.03.2019 (Igel) Breisgauer Interessengemeinschaft gegen Lärm sieht sich noch nicht am Ziel

Von Lena Roser

Mo, 18. März 2019 um 16:36 Uhr

March

 Die Bürgerinitiative Igel bestätigt bei der Hauptversammlung in Buchheim den Vorstand. Weiterhin soll künftigen Generationen ein lärmfreies Leben an der Trasse der Rheintalbahn ermöglicht werden.

Auf der Zielgerade, aber noch lange nicht am Ziel sieht sich die Breisgauer Interessengemeinschaft gegen Lärm und Umweltbelastung (Igel), die im Buchheimer Bürgerhaus ihre Hauptversammlung abhielt. Seit 16 Jahren setzt sich die Bürgerinitiative für den Lärmschutz beim Aus- und Neubau der Rheintalbahn ein. Lange Zeit sei es bei der Planung zum dritten und vierten Gleis der Rheintalbahn nicht mehr vorangegangen, informierte Vorsitzender Johannes Baumgärtner die Mitglieder über die Entwicklungen im vergangenen Jahr.
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16.03.2019 Verein Pro Rheintal startet eine Fragebogen-Aktion, die tatsächliche Lärm-Belastung der Bahn-Anlieger im Mittelrheintal „lebensnah und gerichtsfest“ darstellen soll.

Quelle: https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/rheingau/eltville/verein-pro-rheintal-startet-eine-fragebogen-aktion-die-tatsachliche-larm-belastung-der-bahn-anlieger-im-mittelrheintal-lebensnah-und-gerichtsfest-darstellen-soll_20019111#
 

Bahnlärm: Bürgernetzwerk hat Bitten und Betteln satt

Ein Güterzug in Assmannshausen. Archivfoto: dpa

Ein Güterzug in Assmannshausen. Archivfoto: dpa

REGION – (ra). Das Bürgernetzwerk Pro Rheintal hat das „Bitten und Betteln um eine Lärm-Untersuchung“ entlang der Bahnlinien statt. „Seitens der Politik ist meines Erachtens auch in Zukunft keine Abhilfe zu erwarten“, sagt Vorsitzender Frank Gross. Als Konsequenz hat der Verein, der seit über einem Jahrzehnt gegen krank machenden Bahnlärm in der Region kämpft, einen Fragebogen zur Ermittlung der direkten Betroffenheit entwickelt. Die direkte Befragung der Anwohner soll ein realistisches und gerichtsfestes Bild der Bahnlärmbetroffenheit bringen.
Ziel: Belastung der Menschen lebensnah darstellen
Bisher habe man sich von Bund und Bahn vorrechnen lassen, wie die Belastung in den einzelnen Orten und Regionen sei. Der Bund wende dafür ein aus dem Straßenbereich übernommenes System an, das den Bahnlärm laut Gross „viel geringer erscheinen lässt, als er tatsächlich ist“. Seit zwei Jahren wehre man sich vergeblich gegen dieses Vorgehen, doch durch weiter zunehmenden Verkehr sei die Situation insgesamt schlimmer statt besser geworden. Mithilfe des Fragebogens solle die Belastung der Menschen „besser als jede Statistik oder abstrakten Studie“ lebensnah und konkret dargestellt werden. Für eine realistische Lärmbeurteilung gehe es um die Maximalpegel und deren Häufigkeit. Außerdem spiele die Art der Geräusche und Begleiterscheinungen wie Erschütterungen eine Rolle. Auch Dauer, Plötzlichkeit und Zeitpunkte ihres Auftretens seien erheblich; ebenso wichtig sei die Frage nach Störstellen wie Weichen, Halte- und Überholgleisen und vor allem Kurvenverläufen, weil Bahnfahrzeuge in Kurven doppelt laut seien.
Das Rheintal sei in allen diesen Fragen Europas lautester Verkehrsweg überhaupt. Zumal die Züge von beiden Seiten auch auf beiden Seiten zu hören seien. Die Schutzschwelle zur körperlichen Unversehrtheit sei längst überschritten, und „nicht zuletzt diesen Punkt wolle man mit der Fragebogenaktion deutlich machen. Gross: „Jetzt kommt es darauf an, dass sich möglichst viele, am besten alle Anwohner beteiligen.“
Den Fragebogen kann man auf der Webseite des Vereins mit Sitz in Boppard unter http://www.pro-rheintal.de ausfüllen oder telefonisch anfordern unter 06742-801 06 91.
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24.02.2019 Gesundheitsgefahr durch Straßen- und Schienenlärm Landesbeauftragter fordert Senkung der Lärmgrenzwerte vom Bund

Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/Gesundheitsgefahr-durch-Strassen-und-Schienenlaerm-Landesbeauftragter-fordert-Senkung-der-Laermgrenzwerte,kampf-gegen-verkehrslaerm-100.html

Im Kampf gegen Verkehrslärm sehen Experten dringenden Handlungsbedarf. Der Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung fordert eine Absenkung der bundesweiten Lärmgrenzwerte für den Straßen- und Schienenlärm.

„Die Auswirkung von Verkehrslärm auf die Gesundheit der Menschen wird häufig unterschätzt“, sagte der Lärmschutzbeauftragte der baden-württembergischen Landesregierung, Thomas Marwein (Grüne), laut Mitteilung. Tatsächlich stelle diese Lärmquelle eines der größten Gesundheitsprobleme unserer Zeit dar. 76 Prozent der Bevölkerung fühlten sich dem Umweltbundesamt zufolge von Straßenlärm belästigt, aber oft sei rechtlich nichts dagegen zu machen. „Die Lärmgrenzwerte, die für Urteile von Verwaltungsgerichten aller Ebenen herangezogen werden, sind deutlich zu hoch. Dies müssen wir dringend ändern.“

Experten fordern Umsetzung der WHO-Richtlinien von 2018

Marwein hat dazu am Freitag in Stuttgart ein Papier vorgestellt, das er gemeinsam mit Wissenschaftlern verfasst hat. Darin heißt es, die derzeit geltenden Lärmgrenzwerte von 70 Dezibel am Tag und 60 Dezibel in der Nacht sollten in einem ersten Schritt um fünf Dezibel abgesenkt werden. Schon dadurch verringere sich das Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Anschließend sollten die Grenzwerte dann soweit sinken, wie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Vorjahr empfohlen, nämlich auf 53 Dezibel am Tag und auf 45 Dezibel in der Nacht.

Lärm macht krank: Hintergründe zu den WHO-Leitlinien im Audio:

https://swrmediathek.de/embed/11ac38e0-cc8b-11e8-9a07-005056a12b4c.htm

Lärmexperte Dirk Streckenberg vom Zentrum für angewandte Psychologie, Umwelt- und Sozialforschung in Hagen (Nordrhein-Westfalen) sagte, bei den Gesundheitsrisiken gehe es nicht nur um Hörschäden, sondern auch um Stress, Schlafstörungen und Kreislauferkrankungen. Er sprach von einem schleichenden Prozess, der sich oft über Jahrzehnte hinziehe. „Herzerkrankungen, die haben Sie nicht von heute auf morgen“, sagte er. „Es ist nicht so, dass sie einen Lkw hören und dann fallen sie tot um.“ Aber 25 Jahre lang 60 Dezibel seien ein Problem. Bereits ab etwa 35 Dezibel stiegen die Risiken. Dezibel ist die Maßeinheit für den Schalldruckpegel.

Warum Lärm krank macht, sehen Sie im Video:

https://swrmediathek.de/embed/1004f740-6018-11e4-91d0-0026b975f2e6.htm

Streckenberg sagte, es gehe auch um sogenannte Umweltgerechtigkeit. Von Straßenlärm seien häufig ärmere Menschen betroffen, die keine Lobby hätten. Herzerkrankungen von Menschen, die an hochexponierten Punkten lebten, seien mit einer 25-prozentigen Wahrscheinlichkeit auf Straßenlärm zurückzuführen. Eine um fünf Dezibel niedrigere Schwelle könne das Risiko verkehrsbedingter Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 15 Prozent senken.

Ein Schild, das auf Tempo 30 und Lärmschutz hinweist, steht auf der Bundesstraße 31. (Foto: dpa Bildfunk, Felix Kästle)
Eine Absenkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von Tempo 50 auf 30 vermindert den Lärmpegel nach Angaben des Umweltbundesamts je nach Lkw-Anteil um zwei bis drei Dezibel. dpa Bildfunk Felix Kästle

Um eine Absenkung des Straßenlärms um fünf Dezibel zu erreichen, müsste man die Zahl der Fahrzeuge um rund zwei Drittel reduzieren, sagte Christian Popp vom Hamburger Ingenieurbüro Lärmkontor.

Lärmschutzgesetze: Verantwortung liegt beim Bund

Baden-Württemberg kann die Grenzwerte allerdings nicht selbst verändern, da die Gesetzgebung in diesem Bereich in die Kompetenz des Bundes fällt. Dieser, so Marwein, müsse deshalb nun schnellstmöglich aktiv werden, um die Bevölkerung besser vor Lärm zu schützen. Eine Bundesratsinitiative plant die Landesregierung aber nicht.

Die Grenzwerte für gesundheitsgefährdenden Lärm sind nach Angaben des baden-württembergischen Verkehrsministeriums nicht individuell einklagbar. Sie würden aber von Verwaltungsgerichten auf allen Ebenen für Urteile herangezogen. Auch beim Straßenbau und dem Bau von Bahnstrecken spielten sie eine wesentliche Rolle, sagte Christoph Erdmenger, Leiter der Abteilung für Nachhaltige Mobilität. Beim Bau von Landesstraßen würden die niedrigeren Grenzwerte schon umgesetzt. Der meiste Lärm entstehe aber an Bundesstraßen, für die die Bundesregierung zuständig sei.

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24.02.2019 Endstation für die Tieflage

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/auggen/endstation-fuer-die-tieflage--167034820.html
Klaus Riexinger

Von Klaus Riexinger

So, 24. Februar 2019

Auggen | 1

Der Sonntag Rheintalbahn Südbadische Bundestagsabgeordnete stellen sich hinter die Bahn-Pläne in Müllheim/Auggen.

Bundestagsabgeordnete und die Bahn haben der von Kommunen und Bürgerinitiativen geforderten Tieflage beim Ausbau der Rheintalbahn zwischen Müllheim und Auggen eine Absage erteilt. Zuvor hatte die Bahn auf die klare Beschlusslage und Schwachstellen der alternativen Pläne hingewiesen.

Die Situation in Auggen ist ziemlich zerfahren: Während Bürgermeister Fritz Deutschmann erkannt hat, dass sich die Pläne der Bahn nicht stoppen lassen und dies zum Ausdruck gebracht hat, haben ihn Gemeinderäte dafür beschimpft. Er sei ihnen in den Rücken gefallen, hieß es im Gemeinderat am Dienstag. „Es bräuchte jetzt ein klares Signal der Politik“, sagte Deutschmann gegenüber dem Sonntag .

Das haben sechs Bundestagsabgeordnete aus Südbaden am Freitag gegeben. In einer gemeinsamen Erklärung erteilten Matern von Marschall, Armin Schuster, Peter Weiß (alle CDU), Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), Kerstin Andreae und Gerhard Zickenheiner (beide Grüne) der Tieflage eine Abfuhr und forderten die Bahn zu direkten Gesprächen mit den Kommunen Müllheim und Auggen über die bauliche Ausgestaltung der bis zu 6,50 Meter hohen Lärmschutzwände auf. Adressat war aber wohl eher die Kommune Auggen, die sich den Gesprächsangeboten der Bahn verweigert hat, weil BI und Gemeinderat überzeugt sind, die Tieflage durchsetzen zu können. In Müllheim agiert man besonnener. Der Gemeinderat hat Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich das Mandat zum Verhandeln mit der Bahn erteilt. Andererseits drängt die Stadt politisch weiter auf die Tieflage – auch wenn der Bürgermeisterin längst klar ist, dass die nicht kommt.

Um was geht es? 2015 hat die Bundespolitik der Region am Oberrhein nach jahrelangen Protesten beim Bau der zwei neuen Güterzuggleise zwischen Offenburg und Basel einen übergesetzlichen Lärmschutz versprochen und dafür rund zwei Milliarden Euro Mehrausgaben in Kauf genommen. Die Bahnkritiker setzten zwischen Offenburg und Buggingen sämtliche Forderungen durch. Zwischen Müllheim und Auggen gestand der Bund der Region zwar den selben Lärmschutz zu, lehnte aber eine Tieferlegung der Gleise wegen unverhältnismäßig hoher Kosten ab. Dem stimmten auch die Bürgerinitiativen zu.

An Rückhalt verloren

Seit Januar richtet die Bahn ihre Baustellen ein. Weil aber weiter protestiert wurde, erinnerte das Landesverkehrsministerium den Gemeinderat in Auggen in einem Brief daran, dass den Mitgliedern des Projektbeirats 2015 die Auswirkungen des übergesetzlichen Lärmschutzes „auf die Höhe der Lärmschutzwände“ bewusst gewesen sei. Deshalb habe man sich damals auf gestalterische Maßnahmen geeinigt, etwa in Form von transparenten Wänden. Für die Gestaltung stellten Bund und Land 10 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Bahn hat im Gespräch mit den Politikern am Donnerstag noch einmal verdeutlicht, warum sie am 5,8 Kilometer langen Abschnitt keine Neuplanung akzeptiert, indem sie auf die klare politische und rechtliche Beschlusslage verwies. Zudem hob sie hervor, dass die zuletzt von den BI geforderte Tieferlegung der Gleise um ein bis zwei Meter zu einer erheblich schlechteren Schallschutzsituation führe. Der Lärm würde über nicht ausreichend hohe Wände hinwegschwappen. Für einen effektiven Lärmschutz müssten Lärmschutzwände in der selben Höhe wie bei der Antrags-Trasse der Bahn errichtet werden. Selbst bei einer richtigen Tieflage wären noch weitere Schallschutzmaßnahmen erforderlich, so dass sich die positiven Effekte für das Ortsbild minimieren würden.

Die Bürgerinitiativen blieben am Freitag bei ihrer Ablehnung. Die im Projektbeirat präsentierte Lösung sei eine wenig durchdachte Scheinlösung, die zwar verabschiedet wurde, weil niemand mehr so richtig Lust auf weitere Sitzungen gehabt habe, aber nicht ausdiskutiert worden sei. Das falle einem nun auf die Füße, sagte BI-Sprecher Roland Diehl, der damals den Beschluss aber selbst mitgetragen hatte.

Die Bahnkritiker haben im Streit um den Lärmschutz in Müllheim und Auggen – entgegen eigener Bekundungen – längst ihren breiten Rückhalt verloren. Von den Bundestagsabgeordneten unterstützen sie nur Christoph Hoffmann (FDP), Johannes Fechner (SPD) und Tobias Pflüger (Linke). Für einen neuen Bundestagsbeschluss hätte nach Einschätzung von Insidern aber nicht einmal eine geschlossene Haltung der Südbadener gereicht. Abgeordnete aus anderen Bundesländern hätten dafür schlicht kein Verständnis mehr.

Landrätin Dorothea Störr-Ritter verweist nach einer Anfrage des Sonntag auf das Baurecht der Bahn, „das nach einem Klageverfahren durch das Bundesverwaltungsgericht bestätigt wurde“. Gemeinden und Bürgerinitiativen ruft sie zum konstruktiven Dialog mit der Bahn auf. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zeigt sich zuversichtlich, dass die Bahn den Spagat zwischen Volllärmschutz und landschaftsverträglicher Gestaltung meistern werde.

Gegen die Auswirkungen einer Tieflage hatten sich auch Bad Bellingen, Schliengen und Efringen-Kirchen in Stellung gebracht: In letzter Konsequenz hätte es für die drei Kommunen bedeuten können, dass sie im Personennahverkehr Haltestellen verlieren. „Das hätten wir nicht akzeptieren können“, sagt Bad Bellingens Bürgermeister Carsten Vogelpohl.

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