Tempolimit hilft gegen Bahnlärm

Programmhinweis ZDF-Drehscheibe: Forderung nach Tempolimit 50 km/h für Güterzüge innerhalb geschlossener Ortschaften

Ab Minute 19:06

In der aktuelle ZDF-Drehscheibe (bundesweit) finden Sie noch bis morgen 12:10 Uhr, einen Bericht über aktuelle Forderungen wie Tempolimit und Nachtfahrverbote für Güterzüge. (Beitrag ab Minute 19:05)

Beides ist für alle Regionen und insbesondere touristisch geprägte Regionen sehr wichtig.

Das derzeitige System Bahn ist mit den heutigen Lasten und Geschwindigkeiten überfordert und technische Mängel an Rädern und Schienen sind trotz LL-Sohlen unausweichlich.

Bis neue Fahrgestelle oder andere Lösungen kommen, müssen wir jetzt endgültig Tempolimits fordern, die nicht nur den Lärm reduzieren, sondern auch trotz gedehnter Vorbeifahrten, die Aufweckfaktoren wie steile Volumen-Anstiegskurven und beängstigende Lärminhalte sofort reduzieren.

Die Aussage Flüsterbremsen würden den Lärm um 10 dB(a) reduzieren ist glatt gelogen. Bestenfalls 5 dB(A) wären möglich, wenn nahezu 100% der Waggons umgerüstet sind und nicht durch Rollkontaktermüdung Fehler wie Flachstellen, Ausbrüche oder Aufschweißungen neuer Lärm erzeugt wird. Hinzu kommt die jeweilige Qualität der Schienenoberflächen.

Die Messungen der Landesämter in Hessen und RPL aus 2021 belegen, dass sich hier an der Lärmsituation insgesamt wenig geändert hat, weil Lasten und Geschwindigkeit das „Starrachsensystem“ überfordern. (100 – 3 dB = 97 dB = brüllend laut)

Ebenso trügerisch die Forderung nach einer Ausweichstrecke entlang der A3 Autobahn: Frühestens im Jahr 2070 könnte hier ein Güterzug mit zwei drei Waggons fahren, weil er sonst die Steigungen nicht schaffen würde. (Nicht einmal „normale“ ICEs sind für die Strecke zugelassen.) Die Forderung ist als Legitimation für weitere Untätigkeit im Schatten vorgetäuschten Bemühens gedacht!  Haushaltsrechtlich, verkehrstechnisch und volkswirtschaftlich ein kompletter Unsinn, ähnlich Stuttgart 21 oder Fehmarnbelt!

Hätte man auch nur im weitesten Sinn ein Interesse, wären Gesamtlärmberücksichtigung, Vorsorge auch für Bestandsstrecken und ein Anspruch auf Lärmschutz an Bahnlinien die glaubhaften Vorläufer einer solchen Absicht!

Es grüßt Sie herzlich

BÜRGERNETZWERK PRO RHEINTAL e. V.

Frank H. M. Gross, 1. Vorsitzender

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