Die teure Tochter der Bahn

Stand: 23.07.2020 06:40 Uhr

Über Jahre hinweg zahlte die Deutsche Bahn offenbar viel zu viel für IT-Dienstleistungen einer eigenen Tochter. Das ergaben Panorama-Recherchen. Die Bahn kann dadurch möglicherweise von höheren Subventionen profitieren.

Von Fabienne Hurst, Johannes Jolmes und Oliver Schröm, NDR, Mitarbeit: Stephan Dörner

Über Jahre hinweg zahlte die Deutsche Bahn offenbar viel zu viel für Dienstleistungen des IT-Unternehmens „Systel“. Das ergeben Panorama-Recherchen: Nach einer bis Ende 2019 geltenden Preisliste, die dem ARD-Magazin vorliegt, verlangte das Unternehmen „Systel“ mitunter das Zwanzigfache der marktüblichen Summen – und mehrere Tochter-Unternehmen der bundeseigenen Deutschen Bahn AG zahlten dies offenbar.

Marktübliches Preis-Leistungs-Verhältnis?

Marktübliches Preis-Leistungs-Verhältnis?

„Systel“ vermietet etwa Speicherplatz auf Servern oder bietet Computer-Support und ist selbst eines von rund 600 Tochterunternehmen der Bahn. Ein ausgesuchtes Einzel-Angebot für digitale Infrastruktur kostet bei „Systel“ rund 300 Euro pro Monat. Ein Angebot bei einem Anbieter vergleichbarer Produkte liegt nach Panorama-Recherchen bei 14,49 Euro pro Monat.

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