30.03.2019 (Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn) Neues Gesicht bei der Bahn

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/lahr/neues-gesicht-bei-der-bahn--169598884.html
Manfred Dürbeck

Von Manfred Dürbeck

Sa, 30. März 2019

Lahr

Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn, hat sich in der Region umgesehen.

LAHR. Im Prinzip hält auch die Deutsche Bahn das Güterverkehrsterminal (GVT) im Lahrer Westen für eine spannende Geschichte. Die offene Frage, die auch beim Besuch von Thorsten Krenz, dem neuen Konzernbevollmächtigten der Bahn für Baden-Württemberg nicht geklärt werden konnte: Soll die Bahn zunächst für die Anbindung sorgen, oder sollte die IGZ als erstes einen Betreiber präsentieren?

Krenz hatte sich auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Peter Weiß einen Tag Zeit genommen, um die Region und ihre Potenziale selbst in Augenschein zu nehmen. Zentraler Punkt dabei neben dem Ausbau der Rheintalstrecke war dabei die Präsentation des Terminals, den Markus Ibert, Geschäftsführer der IGZ unterstützt von zahlreichen Charts vorstellte. Der Lahrer Baubürgermeister machte sich ebenfalls für den GVT stark. Er warb dafür, dass die Bahn die Infrastruktur im Vorfeld bereitstellen müsste. Wenn die realisiert sei, gebe es auch Logistiker, die die Chancen zum Warenumschlag nutzten.

„Kein Unternehmer kann heute schon sagen, wo in 15 Jahren die Reise hingeht.“ Deshalb sei deren derzeitige Zurückhaltung nachvollziehbar. Offen ist derzeit, wann die Rollende Landstraße, also die Verladung von Lkw auf die Schiene, vom derzeitigen Standort in Freiburg nach Lahr umzieht. Bei der IGZ könnte man sich eine solche Verlagerung zum GVT gut vorstellen. Eben erst habe der Betreiber dort Millionen Euro investiert. Eher unwahrscheinlich ist aus sicht der Bahn derzeit auch ein ins Spiel gebrachter Umzug des Offenburger Güterbahnhofs nach Lahr.

Dass der zügige Ausbau der Rheintalstrecke oberste Priorität genießen muss, ist auch für den neuen Mann unstrittig, der seit dem 1. Januar in der Funktion als Bevollmächtigter ist. Seit zwölf Jahren ist er bei der Bahn, zuletzt war er Kontaktmann in Berlin zwischen DB und Bundestag sowie Bundesrat.

Bürgermeister weisen auf die große Belastung hin

Am Treffen nahmen auch Bürgermeister der Region teil, die dem GVT und auch der Rheintalstrecke eher weniger Begeisterung entgegenbrachten. Der Hohberger Bürgermeister Jehle etwa verwies auf die große Belastung seiner Bürger durch den Offenburger Tunnel und die Anbindungstrasse an den Autobahnanschluss Offenburg-Süd. Er bat dringend, den bestmöglichen Lärmschutz an der Bahn sicherzustellen. Friesenheims Bürgermeister Erik Weide prognostizierte wachsenden Verkehr durch Schuttern, sollte das GVT kommen. Unabhängig davon wiederholte Peter Weiß seine Forderung, die Planungen für das dritte und vierte Gleis und den sechsspurigen Ausbau der Autobahn parallel in Angriff zu nehmen. Nach seinem Kenntnisstand sei diese Einsicht inzwischen auch im zuständigen Ministerium angekommen.

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