16.03.2019 Verein Pro Rheintal startet eine Fragebogen-Aktion, die tatsächliche Lärm-Belastung der Bahn-Anlieger im Mittelrheintal „lebensnah und gerichtsfest“ darstellen soll.

Quelle: https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/rheingau/eltville/verein-pro-rheintal-startet-eine-fragebogen-aktion-die-tatsachliche-larm-belastung-der-bahn-anlieger-im-mittelrheintal-lebensnah-und-gerichtsfest-darstellen-soll_20019111#
 

Bahnlärm: Bürgernetzwerk hat Bitten und Betteln satt

Ein Güterzug in Assmannshausen. Archivfoto: dpa

Ein Güterzug in Assmannshausen. Archivfoto: dpa

REGION – (ra). Das Bürgernetzwerk Pro Rheintal hat das „Bitten und Betteln um eine Lärm-Untersuchung“ entlang der Bahnlinien statt. „Seitens der Politik ist meines Erachtens auch in Zukunft keine Abhilfe zu erwarten“, sagt Vorsitzender Frank Gross. Als Konsequenz hat der Verein, der seit über einem Jahrzehnt gegen krank machenden Bahnlärm in der Region kämpft, einen Fragebogen zur Ermittlung der direkten Betroffenheit entwickelt. Die direkte Befragung der Anwohner soll ein realistisches und gerichtsfestes Bild der Bahnlärmbetroffenheit bringen.
Ziel: Belastung der Menschen lebensnah darstellen
Bisher habe man sich von Bund und Bahn vorrechnen lassen, wie die Belastung in den einzelnen Orten und Regionen sei. Der Bund wende dafür ein aus dem Straßenbereich übernommenes System an, das den Bahnlärm laut Gross „viel geringer erscheinen lässt, als er tatsächlich ist“. Seit zwei Jahren wehre man sich vergeblich gegen dieses Vorgehen, doch durch weiter zunehmenden Verkehr sei die Situation insgesamt schlimmer statt besser geworden. Mithilfe des Fragebogens solle die Belastung der Menschen „besser als jede Statistik oder abstrakten Studie“ lebensnah und konkret dargestellt werden. Für eine realistische Lärmbeurteilung gehe es um die Maximalpegel und deren Häufigkeit. Außerdem spiele die Art der Geräusche und Begleiterscheinungen wie Erschütterungen eine Rolle. Auch Dauer, Plötzlichkeit und Zeitpunkte ihres Auftretens seien erheblich; ebenso wichtig sei die Frage nach Störstellen wie Weichen, Halte- und Überholgleisen und vor allem Kurvenverläufen, weil Bahnfahrzeuge in Kurven doppelt laut seien.
Das Rheintal sei in allen diesen Fragen Europas lautester Verkehrsweg überhaupt. Zumal die Züge von beiden Seiten auch auf beiden Seiten zu hören seien. Die Schutzschwelle zur körperlichen Unversehrtheit sei längst überschritten, und „nicht zuletzt diesen Punkt wolle man mit der Fragebogenaktion deutlich machen. Gross: „Jetzt kommt es darauf an, dass sich möglichst viele, am besten alle Anwohner beteiligen.“
Den Fragebogen kann man auf der Webseite des Vereins mit Sitz in Boppard unter http://www.pro-rheintal.de ausfüllen oder telefonisch anfordern unter 06742-801 06 91.
Dieser Beitrag wurde unter Presse-Blog Rheintalbahn veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s