26.05.2018 BBM kritisiert Informationspolitik der Bahn

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/muellheim/bbm-kritisiert-informationspolitik-der-bahn--152980846.html
BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 26. Mai 2018

Müllheim

Reaktion auf DB-Veranstaltung zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung bezüglich des Neubau-Abschnitts 8.4 der Rheintalbahn.

MARKGRÄFLERLAND (BZ/hub). Nach der Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn zum Planfeststellungsabschnitt 8.4. (Bad Krozingen – Hügelheim) im Zuge des Ausbaus der Rheintalbahn vergangene Woche in Seefelden (BZ vom 19. Mai) kritisiert das Bürgerbündnis Bahn Markgräflerland (BBM) die Informationspolitik der DB. „Perfekt gestylte Behauptungen von Unternehmen wie der Deutschen Bahn werden in Öffentlichkeit und Politik oft für korrekter angesehen als die eigenen Erkenntnisse der Bürger. Das behindert transparente Beteiligungsverfahren, weil kaum Gelegenheit besteht, öffentlich zu widersprechen“, heißt es in einem Schreiben des BBM-Vorstandes. Konkret wird in drei Punkten mangelnde Transparenz vonseiten der Bahn beklagt.

So heißt es in dem Schreiben: „Vor der aktuellen Präsentation entsprechender DB-Unterlagen gingen alle beteiligten Diskutanten von den Plänen der DB aus, in Hügelheim fünf Schallschutzwände von vier bis sechs Metern Höhe zu bauen – in Kombination mit zusätzlichem Schallschutz durch das sogenannte überwachte Gleis (BüG). Als die DB Netz AG jetzt in Seefelden das monströse, flächenfressende siebengleisige Knotenbauwerk Hügelheim vorstellte, offenbarte sich eine wundersame Verwandlung: Die Schallschutzwände schrumpften auf 2,5 bis 3 Meter Höhe, obwohl jetzt ,keine Anwendung des besonders überwachten Gleises (BüG)’ mehr geplant sei. Dies wollte man natürlich erklärt haben. Die Antwort der DB-Vertreter: ,Natürlich wird das BüG angewendet.’ Statt einer Erläuterung dieser sensationellen Verbesserung also mündlicher Widerspruch zum aktuellen schriftlichen Dokument – wie kann da Vertrauen entstehen?“, beklagt der BBM-Vorstand.

Wozu dient der Müllheimer Bypass?

Ein weiterer Widerspruch liege darin, dass der geringe Güterzugverkehr für Müllheim ein gesondertes Gleis erfordere, obwohl dieser wie in Bad Krozingen oder Heitersheim über die Rheintalbahn abgewickelt werden könne. „Stattdessen liegt der Verdacht nahe, dass dieser Müllheimer Bypass lediglich dazu diene, Güterzüge durch die Klotzgemeinden statt den Katzenbergtunnel zu führen.“ Schließlich stören sich die Vertreter der Bürgerinitiative an Aussagen der DB zur Möglichkeit, die Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h ausfahren zu können – speziell im Katzenbergtunnel. „Spitzengeschwindigkeit heißt aber, dass diese in der Regel nicht gefahren wird, vor allem nicht in einem Tunnel mit dem entsprechenden Luftwiderstand“, heißt es in dem BBM-Schreiben. „Weiterhin bemühte der DB-Vertreter die Behauptung, man habe die 250 km/h im Tunnel real getestet. Kurz zuvor hatte er aber eingeräumt, dass die Katzenberg-Kapazität noch nicht voll ausgeschöpft werden könne, weil der Zustand der Trasse vor und hinter dem Tunnel das noch nicht erlaube. Was nun? Wie will man einen realistischen Test für Höchstgeschwindigkeiten gefahren haben, wenn die Strecke vor und hinter den Portalen noch nicht ertüchtigt ist?“

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