20.02.2018 Pro Wächtersbach: Bundesweite Petition für mehr Lärmschutz an Bahnstrecken

Quelle: https://www.lok-report.de/news/deutschland/verkehr/item/3221-pro-waechtersbach-bundesweite-petition-fuer-mehr-laermschutz-an-bahnstrecken.html

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Oskar Soliga, Annika Herchenröther und Andrea Euler starten die bundesweite Petition. Wenn der Zug durch den Garten fährt: Werte von 90 db/a maßen die Aktiven auf einem Grundstück im Wächtersbacher Ortsteil Neudorf.

Eine Online-Petition, ein Offener Brief an Verkehrsminister Schmidt, ein einprägsames Logo. Mitglieder des Vereins Pro Wächtersbach e.V. haben sich viel Mühe gemacht, um eines ihrer wichtigsten Anliegen deutlich zu machen: „Konsequenter Ausbau des Lärmschutzes an Bestandstrassen jetzt!“ lautet die Forderung, der die beiden Vorstandsmitglieder Andrea Euler und Annika Herchenröther gemeinsam mit Webmaster Oskar Soliga und weiteren Mitgliedern im Rahmen einer Pressekonferenz Nachdruck verliehen.

Der Veranstaltungsort: Passend gewählt neben einem Wohnhaus im Wächtersbacher Ortsteil Neudorf, denn die Lärmschutzwand entlang der Bestandsstrecke zwischen Hanau und Fulda endet nicht etwa mit der dortigen Bebauung: Sie läßt manche Straßenabschnitte gänzlich unberücksichtigt.

Und so durfte es auch nicht wundern, dass die Aktiven ganz nebenbei Schalldrücke bis zu 90 db messen konnten – Werte, die deutlich oberhalb der Grenzwerte zur Lärmvorsorge liegen. „Das ist eine unerträgliche Gesundheitsbelastung für die Bevölkerung“, kritisiert die Vorsitzende Andrea Euler, die mit dem Verein gemeinsam fordert, dass erhöhte Lärmschutzbestimmungen künftig nicht nur für die Neubaustrecken, sondern auch für die jeweiligen Bestandsstrecken gelten sollen. Und zwar bundesweit.

„Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum bei einem Trassenneubau ein Wohngebiet am Tag mit maximal 59 db/A belastet werden darf, um an den Altstrecken in einen sanierungswürdigen Bereich zu kommen, muss aber bei Tag ein Schalldruckpegel von mindestens 70 db/A erreicht werden. Gesundheit ist Gesundheit, egal, ob man an einer Alt- oder Neubaustrecke lebt“, ist sich Euler mit ihrer Vorstandskollegin Annika Herchenröther einig, dass zumindest bei einem Aus- und Neubau diejenigen, die an einer Bestandsstrecke im Kern- und Umleitungsnetz des Güterverkehrs leben müssen, den gleichen Lärmschutz zugebilligt bekommen müssen wie denjenigen, die an einer neu zu bauenden Trasse wohnen.

Ihrer Forderung verleihen die Mitglieder des Wächtersbacher Vereins auf vielfältige Weise Nachdruck: Es gibt seit Montag eine Petition auf der Plattform Open Petition, es gibt einen Offenen Brief an Bundesverkehrsminister Schmidt, es wird im März eine Veranstaltung geben, zu der die für den Main-Kinzig-Kreis zuständigen Bundespolitiker eingeladen werden. „Wir wollen als Wählerinnen und Wähler schon wissen, wie sich die Politiker da positionieren“, sagen die beiden Vorstandsmitglieder Euler und Herchenröther. An Bürgerinitiativen und Vereins bundesweit, die sich mit dem Thema Schallschutz beschäftigen, wollen sie schreiben, an Städte und Kommunen, deren Bevölkerung sich an einer Aus- und Neubautrasse der Bahn befindet. Auch den mühseligen Weg von Haustür zu Haustür scheuen sie nicht. Mit Hilfe von Oskar Soliga, der als Webmaster die Internetaktivitäten des Vereins koordiniert, soll die Petition möglichst viral gemacht werden.

„Wir wollen, dass unser Anliegen vom Deutschen Bundestag behandelt wird. Gesundheitsschutz geht alle an, und wir sind sicher, dass die politische gewollte Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene in der Bevölkerung eine breitere Akzeptanz finden wird, wenn der Lösung der Lärmproblematik eine größere Bedeutung beigemessen wird“, zeigen sich die Vorstandsmitglieder kämpferisch.

Pressemeldung Pro Wächtersbach e.V.

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