01.10.2017 Laut Fachbüro sind in Kenzingen vier Gleise nötig

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/kenzingen/laut-fachbuero-sind-in-kenzingen-vier-gleise-noetig–142730639.html

In Kenzingen sind doch vier Gleise nötig. Dies ist ein Ergebnis des Gutachtens des Fachbüros Ernst Balser und Partner in Zürich. Erste Ergebnisse des Gutachtens werden am 5. Oktober in Auggen vorgestellt.

  1. Das Fachbüro aus Zürich kommt in dem Gutachten zu dem Ergebnis, dass auch bei Tempo 230 zwei zusätzliche Gleise in Kenzingen nötig sind. Foto: Michael Haberer

Das Fachbüro war von den Gemeinden und Bürgerinitiativen an der Bestandsstrecke der Rheintalbahn von der südlichen Ortenau bis Auggen beauftragt worden, eine Expertise zu erstellen, welche Geschwindigkeit der ICE auf der ausgebauten Rheintalbahn fahren muss, um rechtzeitig an das Netz der Schweizer Bahn andocken zu können.

Die Bahn geht von 250 Stundenkilometern aus, was große Aufwendungen erfordern würde, um die Bestandsstrecke für das hohe Tempo zu ertüchtigen. Die Experten kommen in dem Gutachten nun zu dem Schluss, dass auch ein ICE mit 230 Sachen zwischen Orschweier und Schliengen den Hauptbahnhof Basel pünktlich erreichen würde, erklären Albrecht Künstle und Gerold Bey für den Vorstand der BI Bürgerprotest Bahn Herbolzheim-Kenzingen im Gespräch mit der BZ. Das ist das wichtigste Ergebnis der Expertise. Damit widersprechen die Gutachter des Fachbüros der DB.

Für die Strecke von Orschweier bis Kenzingen würde die Vorgabe 250 Stundenkilometer bedeuten, dass es durchgehend zwei weitere Gleise bräuchte, damit der ICE mit Höchsttempo durchkäme. In den Bahnhaltepunkten würden die beiden mittleren Gleise für den ICE reserviert. Jeweils an den Bahnsteigen bräuchte es ein Gleis, von dem aus die Passagiere in die Regionalzüge einsteigen könnten. Der Höchsttempo-Zug darf nicht an den Bahnsteigen vorbei fahren. Für der Lärmschutz würde es bedeuten, dass etwa sieben Meter hohe beidseitige Wände kommen müssten, da insbesondere der Stromabnehmer die zulässigen Dezibel überschreitet.

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Wenn mit Tempo 230 gefahren würde, bräuchte es die Überholgleise von Orschweier bis Herbolzheim nicht, erklärt Künstle. Aber nach den Berechnungen des Fachbüros seien auch dann zwei zusätzliche Gleise in Kenzingen nötig, sagt Künstle. Damit würde Kenzingen auch die sieben Meter hohen Lärmschutzwände bekommen – falls die ICE-Technik dann noch dieselbe wie heute ist. Wohl in 25 Jahren erfolgt in Kenzingen also ein großer Umbau der bestehenden Bahnstrecke. Jetzt ist laut Künstle noch von einer Ersparnis von etwa 155 Millionen Euro die Rede, wenn die Strecke Offenburg-Riegel für 230 und nicht für 250 Stundenkilometer ausgebaut würde.

Infoabend in Auggen
Die IG Bohr lädt auf Donnerstag, 5. Oktober, 19 Uhr, zur Infoveranstaltung mit dem Titel „Was der Projektbeirat Rheintalbahn zu entscheiden übrig ließ“ in die Sonnberghalle in Auggen ein. Dabei werden erste Ergebnisse aus dem Gutachten des Fachbüros Ernst Balser und Partner in Zürich vorgestellt. Die BI Bürgerprotest Bahn Kenzingen/Herbolzheim stellt einen kostenlosen Bus nach Auggen für Mitglieder und andere Interessierte bereit. Abfahrt in Kenzingen und Herbolzheim wie folgt: Herbolzheim, Rathaus, um 17.35 Uhr; Kenzingen, Rathaus 17.40 Uhr
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