24.2.2017 Guderjan: Die Bahn bewegt sich doch

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/kenzingen/guderjan-die-bahn-bewegt-sich-doch–133866835.html

Weitere Etappe der Lärmsanierung entlang der Rheintalbahn / Die zwei Kilometer lange Wand bei Kenzingen soll im April stehen.

  1. Verantwortliche bei der Fertigstellung der Lärmschutzwand in Ringsheim und symbolischer Auftakt für die Arbeiten in Kenzingen. Foto: Michael haberer

RINGSHEIM/KENZINGEN. Die Lärmschutzmauer an der Bahn in Ringsheim steht und die in Kenzingen wird gerade gebaut. Für Vollendung und Auftakt gab es am Donnerstag eine Veranstaltung bei der Kahlenberg-Halle in Ringsheim. Entsprechend sah die Reihe der Redner aus: Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter der Bahn, Bürgermeister Heinrich Dixa und Bürgermeister Matthias Guderjan.

Hantel erinnerte daran, dass die Bahn nicht nur Lärmschutz am Bestand realisiert, sondern auch bereits die Hälfte ihres Wagenparks auf leiseren Betrieb umgerüstet hat. Bis 2020 sollen alle Bahnwaggons dem neuen Standard entsprechen. Das Programm des Bundes für die Lärmsanierung am Bestand sehe für dieses Jahr 150 Millionen Euro vor. Mit der Lärmsanierung und der Transparenz durch Gespräche in den Rathäusern und Bürgerinformationen sei die Bahn auf dem richtigen Weg, erklärte Hantel.

Dixa dankte für seine lärmgeplagten Ringsheimer. Nun könne man sich auch an der Halle unterhalten, ohne regelmäßig durch Bahnlärm unterbrochen zu werden, so Dixa. Manche mokierten sich nun über die langen Schatten bei Abendsonne. Man könne es aber nie allen recht machen könne, sagte er.

In Kenzingen sind es etwas mehr als zwei Kilometer Lärmschutzmauer mit einer Höhe von drei Metern. Der Bund gibt dafür etwa drei Millionen Euro aus. Die Arbeiten laufen seit Wochenende und die Wand soll im April stehen. Guderjan kommentierte den Start mit den Worten: „Die Bahn bewegt sich doch.“ Er spielte damit auf die Dauer an, bis die Lärmsanierung endlich umgesetzt wurde und wird. Bereits in den 90er Jahren habe es Initiativen im nördlichen Breisgau gegeben, die den Lärmschutz am Bestand forderten. Man sei darauf vertröstet worden, ein extra Lärmschutz am Bestand sei nicht nötig, weil mit den beiden neuen Gleisen sowieso umfassender Lärmschutz komme. Mit Neid habe man auf Emmendingen und Teningen geblickt, die Lärmschutz bereits erhielten, sagte Guderjan.

Als klar wurde, dass sich die Inbetriebnahme des Streckenabschnitts 8 von Offenburg bis Hügelheim nicht vor den 2030er Jahren realisieren lasse und auch neue Erkenntnisse zu den Folgen von Bahnlärm vorlagen, habe man einen neuen Anlauf genommen. In der „Kenzinger Erklärung“ habe man im September 2013 die Forderung nach sofortigem Lärmschutz an der Bestandsstrecke formuliert, blickte Guderjan zurück. Dann sei es auch unerwartet zügig gegangen. Bereits zu Beginn 2014 kam das Signal von der Bahn, dass der Lärmschutz kommt. Der Bund hat dazu ein Förderprogramm aufgelegt. Auch mit Ringsheim zeige es sich, dass die Bahn den angekündigten Zeitplan einhalte, sogar etwas schneller als geplant ist. Guderjan hofft auf eine für die Kenzinger verträgliche Umsetzung der Pläne und die Termintreue der Bahn.

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