14.2.2017 Bahnpläne kommen auf den Prüfstand

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/march/bahnplaene-kommen-auf-den-pruefstand-x1x–133491746.html

In Holzhausen findet eine Infoveranstaltung zum viergleisigen Ausbau zwischen Riegel und March statt.

  1. Neben der A5 soll, wie hier bei Riegel, das dritte und vierte Gleis der Rheintalbahn auf der Ostseite (rechts) verlaufen. Foto: Michael Haberer

MARCH. Zum geplanten Bau des dritten und vierten Gleises der Rheintalbahn läuft im Abschnitt zwischen Riegel und March seit dem 30. Januar zum zweiten Mal ein Planfeststellungsverfahren. Dazu wurden am 1. Februar in der Teninger Jahnhalle von Vertretern des Regierungspräsidiums und der Deutschen Bahn die Planunterlagen auf einer Informationsveranstaltung vorgestellt. In dieser Woche suchen nun die Anliegergemeinden zusammen mit Bürgerinitiativen die Öffentlichkeit zu erreichen. Dazu gibt es gleich drei Bürgerveranstaltungen. Die erste davon findet, heute, Dienstag 14. Februar, in Holzhausen statt. Dabei geht es vor allem um den Lärmschutz auf diesem Teilabschnitt 8.1 der Rheintalbahn, der von Riegel bis zur Gemarkungsgrenze zwischen March-Holzhausen und Freiburg-Hochdorf reicht.

Die Planung sieht vor, dass die beiden neuen Bahngleise, die den Güterverkehr aufnehmen sollen, entlang der Autobahn A 5 auf deren Ostseite verlaufen. Auf eine erste Offenlegung der Pläne für den 11,4 Kilometer langen Abschnitt im Jahr 2009 gab es rund 25 000 Einsprüche. Mit einem Projektbeirat aus Vertretern der Region wurde danach eine Verständigung für neue Richtlinien, insbesondere zum Lärmschutz entlang der Neubaustrecke, erreicht. Auf ihrer Basis erarbeitete die Bahn neue Pläne, die nun bis zum 13. März in den Anliegergemeinden ausliegen und auch im Internet einsehbar sind.

Entlang der gesamten Strecke sind Lärmschutzwände zwischen zwei und sieben Metern Höhe geplant. Teilweise sollen sie als Galerien ausgeführt werden, mit Überdachungen der Bahntrasse. Dieser aktive Lärmschutz soll den Lärm so abschotten, dass bis auf zwei Anwesen bei Teningen und Riegel nirgends passiver Lärmschutz, wie der Einbau von Schallschutzfenstern, nötig werden soll.

Ob es sich bei diesen Vorschlägen tatsächlich um den geforderten aktiven „Vollschutz“ gegen Bahnlärm handelt, ist indessen umstritten. Die Bürgerinitiative IGEL und die Gemeinden definieren den Vollschutz so, dass in Wohngebieten nachts nicht mehr als 49 Dezibel ankommen dürfen. Einen Schienenbonus, der Bahnstrecken mehr Lärm zubilligt wie etwa Autostraßen, gibt es dabei nicht mehr. Speziell für den Bereich der Strecke auf Höhe von Holzhausen hatten der Ortschaftsrat sowie die Bürgerinitiative IGEl eine durchgehend sieben Meter hohe Lärmschutzwand mit einer Galeriebauweise für nötig angesehen. Die vorliegenden Entwürfe sehen dies offenbar nur noch auf einem kurzen Teilstück vor.

Das erscheint den Kritikern zu wenig, um den aus ihrer Sicht nötigen und möglichen Vollschutz zu gewährleisten.

Zur Infoveranstaltung in Holzhausen am Dienstag, 14. Februar um 19.30 Uhr in der Festhalle laden die Gemeinde March und IGEL gemeinsam ein. Mit dabei ist als Expertin auch eine Schallschutzingenieurin. Weitere Infoabende sind am Mittwoch, 15. Februar um 19.30 Uhr in der Eichmattenhalle in Reute und am Donnerstag, 16. Februar in Nimburg in der Nimberghalle.

 

Bahnpläne im Internet: http://mehr.bz/bahnplaene
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