7.2.2017 (Haltingen) Erst 167 profitieren vom Lärmschutz

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/weil-am-rhein/erst-167-profitieren-vom-laermschutz–133265157.html

Von 1707 Wohnungen entlang der Bahn in Haltingen wurden 1248 begutachtet aber erst ein Zehntel der Maßnahmen ist umgesetzt.

  1. Lärmschutzwände reichen nicht immer. Entlang der Bahn haben viele Anwohner Anspruch auf mehr. Foto: GMS

WEIL AM RHEIN. In Sachen Lärmschutz läuft derzeit entlang der Bahngleise einiges. Nicht nur, dass die Lärmschutzwände in weiten Bereichen abgesehen von einigen Lücken in Otterbach (siehe nebenstehender Artikel) fertiggestellt wurden. Auch beim passiven Lärmschutz kommt die Bahn voran – allerdings klappt es mit der Umsetzung längst nicht so schnell, wie sich das viele Betroffene wünschen.

Lärm macht krank
Lärm und Erschütterungen, die von der Bahn ausgehen, können zur Last fallen und die Lebensqualität erheblich mindern. Deswegen haben viele Bürger entlang der Bahntrasse Anspruch auf Lärmschutz. Dort wo Lärmschutzwände nicht ausreichen, um vor allem in den Nachtstunden den Lärmpegel unter die gesetzlich festgesetzten Richtlinie zu halten, kann mit sogenanntem passiven Schallschutz nachgebessert werden.

Anspruch wird geprüft
857 Gebäude in Haltingen haben nach den Erhebungen der Bahn Anspruch auf eine entsprechende Begutachtung der Lärmsituation in den jeweiligen Räumen. Bis auf vier wurden auch alle Objekte der Bahn als interessiert zurückgemeldet, so dass insgesamt 1707 Wohnungen von Gutachtern untersucht werden. 95 Wohnungseigentümer haben, so der Stand zum Januar 2017 darauf verzichtete, dass ihr Wohnbereich einer solche Untersuchung unterzogen wird. 1248 Wohnungen sind aktuell bereits begutachtete, wobei 1013 der Gutachten auch schon an die betroffenen Bürger verschickt wurden, 163 Betroffene haben jedoch keinen Anspruch auf weitere Maßnahmen.

Umsetzung ist schwierig
Gegenüber dieser Menge an Betroffenen ist die Zahl der Maßnahmen, die bereits umgesetzt wurden, erschreckend gering. Gerade einmal 167 Wohnungen sind vollständig lärmsaniert, so dass ihre Bewohner von dem passiven Lärmschutz profitieren können. Für 105 weitere Wohnungen hat die Bahn bereits mit den betroffenen Bürgern die Sanierungsvereinbarung getroffen. Der Rest der von den Gutachtern vorgeschlagenen Maßnahmen wartet noch auf seine Umsetzung.

Aufwändiges Verfahren
Das größte Hindernis, das für die Bürger auszuräumen ist, um für die von den Gutachtern vorgeschlagenen Maßnahmen die Finanzierungszusage der Bahn zu erhalten, liegt beim örtlichen Handwerk. Voraussetzung dafür, dass die Bahn die Vereinbarung mit einem Bürgern schließt, ist nämlich, dass der drei Angebote für die Maßnahme einholt und sie der Bahn vorlegt, die dann das kostengünstigste auswählt. Allerdings ist es in der Grenzecke angesichts der hohen Auslastung der Handwerksbetriebe nicht einfach, diese Angebote herbeizuschaffen – schon gar nicht in der geforderten Zahl. „Da wir um die Situation entlang der Grenze zur Schweiz wissen, sind wir bereit zu helfen, wenn es nicht gelingt, diese Hürde zu nehmen“, bietet die Bahn an.

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