25.11.2016 (Kommentar) Ausbau der Rheintalbahn: Die Zeit der Gutachter

Jetzt kommt die Zeit der Gutachter, die Fragen nach Modellen und Berechnungen beantworten müssen.

Und dabei geht es um viel Geld. Der viel gelobte Projektbeirat, in dem alle politischen Ebenen und die Bürgerinitiativen vertreten waren, hatte einen Kompromiss erzielt, der als historisch gilt – ist ja auch schon viereinhalb Jahre her. Vollschutz vor Lärm soll es entlang dem 3. und 4. Gleis geben, das heißt: Die Anwohner brauchen keinen passiven Schallschutz wie spezielle Fenster, damit die Grenzwerte von 49 Dezibel am Tag und 59 Dezibel in der Nacht eingehalten werden. Nun hat die Bahn AG einen Entwurf vorgelegt, der Maßnahmen vorsieht, die weniger aufwändig sind als anfangs für nötig erachtet. Dass die Bürgerinitiative argwöhnt, es gehe dem Staatskonzern nur darum, Geld zu sparen, ist verständlich. Und auch die Stadtverwaltung ist von den vorgelegten Plänen noch nicht wirklich überzeugt, aber durchaus optimistisch, dass eine Einigung möglich ist. Die BI hat genügend Sachverstand in ihren Reihen, um im Expertenstreit mitmischen zu können. Die Bahn wird Vorschläge bringen müssen, die auch die Anwohner akzeptieren. Sonst droht jene Blockade, die der Projektbeirat überwunden glaubte. Und das kann sich die Bahn kaum erlauben – sie hat jetzt schon reichlich Verspätung.

 

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/kommentare-1/ausbau-der-rheintalbahn-die-zeit-der-gutachter–130274773.html

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