16.11.2016 Dicke Fenster gegen den Lärm

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/bad-bellingen/dicke-fenster-gegen-den-laerm–129883170.html

Schallschutz im neuen Baugebiet „Weingarten“.

BAD BELLINGEN (jut). Der Schallschutz ist ein weiteres Thema im neuen Baugebiet „Weingarten“, da die unteren Häuser direkt an die Bahnlinie angrenzen. Jetzt ist eine schalltechnische Untersuchung erfolgt. Die gemessenen Werte liegen bei 67 Dezibel (dB). Sind alte Güterzüge unterwegs, können die Werte um bis zu 22 dB ansteigen. Damit lägen sie zumindest nachts deutlich über den vom Umweltbundesamt benannten Zielwerten zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken. Diese liegen tagsüber bei 65 dB und nachts bei 55 dB.

Eingebaut werden in die Häuser dreifach verglaste Fenster mit Wärmeisolierung, die den modernen Schallschutz erfüllen, so Dieter Reininghaus von Weber Consulting. Stadtplaner Tilman Liewer würde eine Verlängerung der bereits bestehenden Lärmschutzwand an der Bahnlinie auf bis zu 160 Meter entlang der westlichen Grundstücke begrüßen. Hierüber wollen die Planer mit der Bahn sprechen. Wolfgang Müller (FW) bezweifelt jedoch, ob die Bahn bereit ist, in besseren Lärmschutz zu investieren.

Zur artenschutzrechtlichen Einschätzung äußerte sich Grünplaner Georg Kunz. „Wir haben es hier mit einem vereinfachten Verfahren zu tun.“ Dieses werde angewandt, wenn ein neues Baugebiet in einer bereits vorhandenen Bebauung liegt, was im Fall des Baugebiets „Weingarten“ der Fall sei, da es von drei Seiten geschlossen umbaut ist. Wichtig sei, dass das 170 Meter entfernte Vogelschutzgebiet nicht tangiert werde, so Kunz. Bruthabitate hat man in den Reben nicht festgestellt, auch hat man keine Amphibien gefunden. „Bäume sind aber im Neubaugebiet zu pflanzen, ich empfehle dabei eine Thuja oder eine Blauzeder, weil die seltene Goldammer so eine Chance hätte, sich anzusiedeln“, schlug Kunz vor.

Auch über den Feldweg, der asphaltiert werden soll, wurde diskutiert. Er soll etwa fünfeinhalb Meter breit werden, damit auch abgestellte Fahrzeuge passiert werden können. Zu einer öffentlichen Straße soll der Weg indes nicht werden.

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