1.10.2016 (Offenburg) Zuerst Bau der Autobahnparallelen

Danach Ertüchtigung der jetzigen Bahnstrecke / Projekt-Begleitgremium hat getagt.

  1. Im Januar wurde in Offenburg der Tunnelbeschluss gefeiert. Jetzt geht es bei der Rheintalbahn und der sogenannten Autobahnparallelen an die konkrete Planung. Foto: archivfoto: seller

ORTENAU/EMMENDINGEN (BZ). Beim Neu- und Ausbau der Rheintalbahn (3. und 4. Gleis – muss aus betrieblichen und verkehrlichen Gründen zuerst die Autobahnparallele gebaut werden. Erst danach kann die bestehende Bahnstrecke für den ICE-Verkehr ertüchtigt werden. Das haben Vertreter der Bahn (DB Netze AG) bei der zweiten Sitzung des Projekt-Begleitgremiums „Autobahnparallele“ am Mittwoch im Landratsamt in Emmendingen mitgeteilt. In der Sitzung wurde laut Mitteilung vom Freitag betont, dass sowohl die Autobahnparallele als auch der Ausbau der Rheintalbahn in einem einheitlichen Planfeststellungsverfahren genehmigt werden sollen. Wegen der Bedeutung der Themen nahmen an dieser zweiten Sitzung des Projekt-Begleitgremiums Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, die Landräte Hanno Hurth (Landkreis Emmendingen) und Frank Scherer (Ortenaukreis), der Direktor des Regionalverbands, Dieter Karlin, sowie der Gesamtprojektleiter des Großprojektes, Philipp Langefeld, teil.

Die Bürgerinitiativen hatten gefordert, so Ulrich Spitzmüller von der Pressestelle des Landratsamtes Emmendingen, „dass zuerst in einem gesonderten Planfeststellungsverfahren die Autobahnparallele und erst dann der Ausbau der bestehenden Rheintalbahn in einem weiteren eigenen Verfahren genehmigt werden sollen. Dadurch könnte nach Vorstellung der Bürgerinitiativen der Bau der Autobahnparallele deutlich beschleunigt werden.“

Die Bahn-Vertreter hätten hingegen dargelegt, dass viele Städte und Gemeinden von beiden Maßnahmen gleichzeitig betroffen sind. Insbesondere die im Projektbeirat festgelegten schalltechnischen Belange und der naturschutzrechtliche Ausgleich könnten nur einheitlich beurteilt werden.

Deshalb soll der Bau der Autobahnparallelen und der Ausbau der bestehenden Rheintalbahn in einem einheitlichen Planfeststellungsverfahren genehmigt werden. Südlich von Riegel soll der Güterverkehr den Raum Freiburg und die an der bestehenden Bahnstrecke liegenden Städte und Gemeinden über eine Neubautrasse entlang der A 5 umfahren. Diese Güterumfahrung Freiburg werde Ende 2031 fertig sein – und damit früher als die nördlich anschließende Autobahnparallele mit dem Offenburger Tunnel. Dessen geplante Fertigstellung sei erst für Ende 2035 terminiert.

Damit die Güterumfahrung Freiburg nach Fertigstellung in Betrieb gehen und die Ortschaften südlich von Riegel so früh wie möglich vom Güterzugverkehr entlastet werden können, soll die Güterumfahrung bis zur Inbetriebnahme der Autobahnparallelen bei Riegel provisorisch an die bestehende Bahnstrecke angeschlossen werden. Dieser provisorische Anschluss werde dann nach Fertigstellung der Autobahnparallele wieder entfernt. Die Bahn-Vertreter hätten laut Mitteilung deutlich gemacht, dass ein Ausbau der bestehenden Rheintalstrecke auf Tempo 250 erforderlich sei, damit die ICE-Züge den Knotenpunkt Basel für internationale Verbindungen schneller erreichen können. Die Vertreter des Landes und der DB Netze AG hätten außerdem betont, dass die Beschlüsse des Projektbeirats, die der Bundestag bestätigt hat, nicht mehr in Frage gestellt werden können. Sie bildeten die Grundlage, auf die sich alle Beteiligten geeinigt haben.

Regierungspräsidentin Schäfer hat laut Mitteilung angekündigt, dass jetzt auch mit den Planungen zur Erweiterung der A 5 auf sechs Fahrstreifen begonnen werden soll. Die Planungen zur Autobahnparallelen und zum A-5-Ausbau sollen eng aufeinander abgestimmt werden. Das wurde seitens der Bahn zugesagt. Für beide Projekte sind eigene Planfeststellungsbeschlüsse erforderlich. Das Projekt-Begleitgremium „Autobahnparallele“ besteht aus Vertretern des Landes, des Regierungspräsidiums, des Regionalverbands, des Landkreises Emmendingen, des Ortenaukreises, der Kommunen zwischen Offenburg und Riegel, der Bürgerinitiativen und der DB Netze AG.

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/ortenaukreis/zuerst-bau-der-autobahnparallelen–127987157.html

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