1.9.2016 Region fordert gemeinsames Planen bei Auto- und Eisenbahn

Der Regionalverband südlicher Oberrhein fordert vom Bund unter anderem, bei der Planung zur Rheintalbahn den Ausbau der Autobahn südlich von Offenburg zu berücksichtigen.

  1. Die A5 von oben Foto: Nils Theurer

FREIBURG. Der Regionalverband südlicher Oberrhein fordert vom Bund, bei der weiteren Planung zum Ausbau der Rheintalbahn den sechsspurigen Ausbau der Autobahn südlich von Offenburg zu berücksichtigen. Zudem sollte die A 5 südlich von Offenburg aufgrund der Verkehrsbelastung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrsplans aufgenommen werden.

Noch in diesem Jahr will der Bundestag den vom Verkehrsministerium vorgelegten Bundesverkehrswegeplan für die Zeit bis 2030 beschließen. Im Bereich des Regionalverbandes südlicher Oberrhein gibt es jedoch noch Nachbesserungswünsche. Zwar sei der Autobahnausbau in die Kategorie „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ hochgestuft worden. Damit entsprach der Bund einer Forderung der Region, die verlangte, dass Bahn- und Straßenausbau koordiniert verlaufen.

Für einige Abschnitte – etwa den zwischen Riegel und March-Holzhausen – drängt jedoch die Zeit. Otto Neideck (CDU) als Verbandsvorsitzender machte am Mittwoch darauf aufmerksam, dass beim Bahnausbau allein in dem genannten zehn Kilometer kurzen Abschnitt 20 Brücken und Unterführungen berührt sind. „Wenn man da etwas baut, und später zeigt sich, dass man es noch einmal neu machen muss – das würde kein Mensch verstehen“, sagte der Freiburger Finanzbürgermeister. Auch müsse darauf geachtet werden, dass der Mindestabstand auch dann gewahrt bleibt, wenn die Autobahn zwei neue Spuren erhält.


Ansonsten ist man zufrieden damit, dass auch der Falkensteigtunnel aus der Versenkung geholt und im weiteren Bedarf mit Planungsrecht eingestuft wurde. Noch lieber sähe man den Tunnel wie auch den A-5-Ausbau im vordinglichen Bedarf. Als „nicht akzeptabel“ bezeichnete es Verbandsgeschäftsführer Dieter Karlin, dass der Anschluss der Bahnstrecke Kehl-Appenweier auch nach mehr als 20 Jahren Planung „noch nicht einmal bewertet ist“ – geschweige denn im Verkehrswegeplan berücksichtigt wird.

Auch der Regionalverband Hochrhein-Bodensee ist überwiegend zufrieden, vor allem weil der Weiterbau der A 98 als Autobahn vorgesehen ist. Für nicht ausreichend hält man, dass die B 317 von Lörrach bis Schopfheim nicht ausgebaut werden soll. Und nicht zuletzt bestehen die Differenzen zwischen Bund und Land darüber fort, wer die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke der Bahn bezahlen soll – was zu einem Stillstand führt.

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/fehlplanungen-vermeiden–126732884.html

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Eine Antwort zu 1.9.2016 Region fordert gemeinsames Planen bei Auto- und Eisenbahn

  1. Michael Stelter schreibt:

    Hier ist volkswirtschaftliches Denken und handeln notwendig. Das versteht nicht jeder.
    Auch bei der Bahn und in der Regierung in Berlin ist das so.
    Ich bin gespannt.
    Michael Stelter Freiburg

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