23.8.2016 (Herbolzheim) Bauarbeiten an der 1690 Meter langen Lärmschutzwand an der Bahntrasse haben begonnen

Die Bauarbeiten für die Schallschutzwand an der Ostseite der Bahn-Trasse haben etwa drei Wochen nach dem symbolischen Spatenstich beim Bahnhof begonnen. Der erste Schritt ist die Suche nach Kabeln auf der ganzen Strecke. Da, wo die Pfosten für die drei Meter hohe Schallschutzwand gesetzt werden sollen, dürfen keine Kabel sein.

  1. Hier soll bis zum November die neue Lärmschutzwand stehen. Foto: Michael haberer

HERBOLZHEIM. Aber die Arbeiter stoßen an den vorgesehenen Stellen immer wieder auf Kabel. Sie untersuchen den Boden neben den Schienen auf einer Länge von 1690 Metern. Davon werden 1390 Meter im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ errichtet. Der Bund investiert dafür rund 2,4 Millionen Euro. Die Stadt Herbolzheim finanziert mit 420 000 Euro die Verlängerung der Wand um 300 Meter.

Etwa 950 Wohnungen entlang der Rheintalbahn sollen mit dieser aktiven Lärmschutzmaßnahme nachhaltig vom Schienenlärm entlastet werden. Zudem macht der Bund rund 150 000 Euro locker, damit etwa 440 Wohnungen mit passiven Schallschutzmaßnahmen wie schalldämmenden Fenstern und Lüftern versorgt werden können. Ein Viertel der Kosten zahlen die Eigentümer.

Mit dem Programm zur freiwilligen Lärmsanierung stellt der Bund in diesem Jahr 150 Millionen Euro für mehr Schallschutz an bestehenden, besonders belasteten Bahnstrecken zur Verfügung. Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Auf dem 33 400 Kilometer langen Streckennetz der Bahn sind 3700 Kilometer besonders durch Schienenlärm belastet. Allerdings war es ein harter Kampf für Herbolzheim, aber auch für Kenzingen und Ringsheim, die Lärmschutzwand zu bekommen. Die Bahn blockierte lange Zeit mit dem Argument, wenn die Antragstrasse für den Ausbau der Rheintalbahn komme, würden die Kommunen entlang der bestehenden Trasse sowieso ihren Lärmschutz bekommen. Angesichts der beschlossenen Autobahnparallele und des erwarteten Baubeginns, nämlich erst in 20 Jahren, hat sich die Argumentation der Bahn erübrigt.

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/herbolzheim/bauarbeiten-an-der-1690-meter-langen-laermschutzwand-an-der-bahntrasse-haben-begonnen–126422045.html

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