22.7.2016 (Eimeldingen) Bahn: Fehlleitung birgt keine Gefahr

Bahn: Fehlleitung birgt keine Gefahr

Fahrdienstleiter hatte „Zugstraße falsch eingestellt“.

EIMELDINGEN. Anfang Mai war ein Regionalzug der Deutschen Bahn an der Schienenkreuzung zwischen Haltingen und Eimeldingen statt auf die Strecke der Rheintalbahn auf das Gleis Richtung Katzenbergtunnel geleitet worden. Das Gleiche wiederholte sich Mitte Juni. Am vergangenen Samstag passierte es erneut. Gestern hielt die Bahn gegenüber der BZ fest, dass dies zwar ärgerlich sei, jedoch zu keiner Zeit für Bahnkunden eine Gefahr bedeutet habe.

Den letzten Vorfall der Reihe schilderte der BZ eine Leserin aus Eimeldingen (siehe auch BZ vom 19. August). Sie war am Samstag mit dem ICE von Karlsruhe kommend bis Basel gefahren und dort auf den Regionalexpress nach Eimeldingen umgestiegen. Dieser Zug fuhr auch planmäßig in Basel ab, passierte ganz normal Haltingen, wurde dann aber nicht aufs richtige Gleis nach Eimeldingen, sondern aufs falsche Richtung Katzenbergtunnel gelenkt. Der Zug musste dann wieder ein Stück zurückfahren, um auf die richtige Spur zu gelangen.

Der Fahrdienstleiter habe „die falsche Fahrstraße eingestellt“, erklärte der Bahnsprecher gestern, nachdem der am Samstag zuständige Fahrdienstleiter dazu befragt worden war. Der Fahrdienstleiter habe im elektronischen Stellwerk in Weil am Rhein die Tasten für Start und Ziel des Zuges zu drücken, dann würden automatisch die richtigen Signale gegeben, die Weichen gestellt. Für den Weg Richtung Norden müsse allerdings noch die richtige Zugstraße gewählt werden: die eine führt durch den Tunnel, die andere über die Rheintalstrecke, der Fahrdienstleiter habe am Samstag die falsche Zugstraße eingestellt. „Technisch war alles gesichert, der Zug war nur auf dem falschen Weg“, betont der Bahnsprecher und hält fest, dass in keinem Moment eine Gefahr für Reisende bestanden habe.

Zum einen gebe es gar keinen Gegenverkehr auf dem Gleis Richtung Tunnel, so der Bahnsprecher. Die Reisende aus Eimeldingen berichtete allerdings, dass ein Güterzug in Gegenrichtung über die Schienenkreuzung fuhr, kaum hatte ihr Zug diese Kreuzung passiert. Hätte da nicht etwas passieren können? Nein, sagt der Bahnsprecher, weil es die Technik ausschließe, dass sich zwei Züge an einer Schienenkreuzung begegnen.

Fahrstraße wird frei gemeldet, wenn kein Zug darauf ist

An einer Schienenkreuzung treffe eine Zugstraße auf die andere, so der Bahnsprecher, die Technik sorge da für den sogenannten Fahrstraßenausschluss. Das heißt, eine Fahrstraße wird nur dann für einen Zug frei gemeldet, wenn kein andere Zug sich darauf befindet. Ein Aufeinandertreffen sei unmöglich.

Da eine solche Fehlleitung wie am Samstag aber nun in wenigen Wochen zum dritten oder vierten Mal passiert sei, sei man im Stellwerk Weil am Rhein sensibilisiert und bemüht, dass eine solche Fehlleitung künftig nicht wieder vorkommt, so der Bahnsprecher.

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/eimeldingen/bahn-fehlleitung-birgt-keine-gefahr–125193467.html

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