17.3.2016 (Bundesverkehrswegeplan 2030) 100 Millionen Euro für den Ortenauer Verkehr

Im am Mittwoch in Berlin vorgestellten Bundesverkehrswegeplan 2030 sind drei Ortenauer Straßenprojekte als vordringlich ausgewiesen worden.

Im Entwurf für die künftige Planung von Bundesfernstraßen sind drei Vorhaben im Ortenaukreis mit dem Vermerk »vordringlich« versehen. Die Ortsumfahrungen Elgersweier, Haslach (beide B 33) und Lahr (B 415) erhalten damit die Chance, relativ zeitnah verwirklicht zu werden. Alle drei Projekte wurden mit Kosten von insgesamt rund 100 Millionen Euro aufgelistet.

»Modernisieren und vernetzen«

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) legte am Mittwoch den lang erwarteten Entwurf vor. Der Bundesverkehrswegeplan legt fest, in welche Straßen-, Schienen- und Wasserstraßen der Bund bis 2030 investieren will. »Bis 2030 investieren wir 264,5 Milliarden Euro, mit denen wir unsere Verkehrswege modernisieren, unsere Infrastruktur vernetzen und Mobilität in Deutschland beschleunigen«, sagte Dobrindt laut einer Mitteilung seines Ministeriums am Mittwoch in Berlin.

Die Umfahrung Elgersweier  soll dreispurig erweitert werden, die Haslacher Umfahrung soll zwei-, bzw. dreispurig erfolgen. Lahr ist als zweispurige Straße ausgewiesen.
Im Gegensatz zum »vordringlichen Bedarf« weist der Bundesverkehrswegeplan auch den »weiteren Bedarf« aus; das sind Vorhaben, die während der 15-jährigen Laufzeit des Plans kaum eine Chance auf Verwirklichung haben. In diese Kategorie fällt, was die Ortenau betrifft, auch die Ortsumfahrung Gutach (83,9 Millionen Euro Kosten) sowie der sechsstreifige Ausbau der A 5 von Offenburg nach Freiburg  (499 Millionen). Die A 5 war allerdings auch schon im Verkehrswegeplan von 2003 aufgeführt.

Rheintalbahn-Ausbau ist weiterhin »vordringlich«

Der Ausbau der Rheintalbahn von Offenburg bis Basel mit einem Investitionsvolumen von knapp 6,4 Milliarden Euro wird im Planentwurf ebenfalls weiter als »vordringlich« geführt. Ausdrücklich verweist das Ministerium auf die Beschlüsse des Projektbeirats sowie die daraus resultierende Beschlussfassung des Bundestags zum Gütertunnel Offenburg und der autobahnparallelen Gütertrasse südlich Offenburgs.

Für die Bestandsstrecke zwischen Offenburg und Kenzingen bleibt es – wie schon im alten Bundesverkehrswegeplan – bei Tempo 250 als Ausbauziel. Die Bahn-Bürgerinitiativen hatten sich hier eine Reduzierung der Geschwindigkeit gewünscht. Vom Tisch ist mit dem Entwurf auch der wiederholt in Südbaden geäußerte Wunsch, die Gütertrasse zwischen Offenburg und Riegel gleichzeitig mit der A 5-Erweiterung zu realisieren.

Öffentlichkeit kann mitmachen

Wie Drobrindt weiter erklärte, kann sich die Öffentlichkeit an der weiteren Entwicklung des Entwurfs beteiligen. Vom 21. März an liege »das Konzept offen aus, Eingaben können online gemacht werden«. Nach der sechswöchigen Öffentlichkeitsbeteiligung wird der Plan überarbeitet und vom Kabinett beschlossen. Einen Zeitrahmen bis zur Rechtskraft des Plans nannte der Minister nicht.

Quelle: http://www.bo.de/nachrichten/nachrichten-regional/100-millionen-euro-fuer-die-ortenau

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