20.12.2015 Erörterung „Bahn muss völlig neu planen“ Vereine IBO und LiVe ziehen Zwischenbilanz (Oldenburg)

Erörterung

„Bahn muss völlig neu planen“

Vereine IBO und LiVe ziehen Zwischenbilanz

Oldenburg Der Antrag zum Ausbau der Stadtstrecke ist in vielen Punkten mangelhaft: Diese Bilanz ziehen die Vereine „Interessengemeinschaft der Bürger/Bahnanlieger in Oldenburg“ (IBO) und „Lärmschutz im Verkehr“ (LiVe) nach den ersten drei Wochen Erörterungsverfahren (NWZ  berichtete).

Die Pressesprecher Christian Röhlig (IBO) und Gernot Strey (LiVe) zitieren den Moderator des Verfahrens, Manfred Kalz, ehemaliger Richter am Oberverwaltungsgericht Lüneburg. Der Jurist hatte in seinem Schlusswort gesagt: „Großprojekte können heute nicht mehr gegen den Willen einer ganzen Region durchgesetzt werden.“

Die Bahn habe es versäumt, eigene Planungen zu einer Umfahrung vorzunehmen. Das sei bedeutsam, weil eine „Modulare Güterumfahrung“ für den neuen Verkehrswegeplan geprüft werde, teilen IBO und LiVe mit.

Das Schallschutzkonzept sei gescheitert, dies räume auch die Bahn ein. Acht Kilometer „Dauerbeschallung“ durch Güterzüge seien nicht nur für die Anlieger belastend, sondern beeinträchtigen das Stadtleben, insbesondere die Märkte auf dem Pferdemarkt.

Acht Kilometer Lärmschutzwände durch die Stadt seien unzumutbar, insbesondere, wenn sich eine Alternative an der A 29 anbiete. Auf der Pferdemarktbrücke sei Lärmschutz nicht machbar.

Das Erschütterungskonzept der Bahn zeige eine starke Betroffenheit der Anwohner. Die Auswertungen seien aber inhaltlich mangelhaft.

Das Baustellenkonzept der Bahn ist nach Überzeugung von IBO und Live „rechtswidrig und unzumutbar“. Es verstoße gegen geltende Schutzwerte vor Baulärm. Es fehle ein Sicherheitskonzept für den Katastrophenfall. Und um unzumutbare Schrankenschließzeiten zu vermeiden, müssten zahlreiche höhengleiche Bahnübergänge beseitigt werden, was auch die Stadt Millionen kosten würde.

Die Anhörungsbehörde (Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr) bestehe drauf, die Standfestigkeit der Pferdemarktbrücke zu überprüfen.

Die Mängel seien so gravierend, dass die Bahn gezwungen sei, eine völlig neue Planung mit Alternativen vorzulegen, heißt es in der vorläufigen Bilanz von IBO und LiVe.

 

Quelle:

http://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/bahn-muss-voellig-neu-planen_a_6,0,1580584532.html

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