09.10.2013 – Sicherheitsbericht 2012 des Eisenbahnbundesamtes veröffentlicht

Diese Information samt den Anmerkungen habe ich erhalten von Ludwig Steininger über den Email-Verteiler infoline-bahnlärm.de

Das EBA hat den Bericht für das Jahr 2012 gemäß Artikel 18 der 
Richtlinie über Eisenbahnsicherheit in der Gemeinschaft (Richtlinie 
2004/49/EG, „Sicherheitsrichtlinie“) über die Tätigkeiten als 
Sicherheitsbehörde für seinen Zuständigkeitsbereich in Deutschland 
veröffentlicht:

http://www.eba.bund.de/cln_031/nn_201954/SharedDocs/Publikationen/DE/Infothek/Allgemeines/Sicherheitsberichte/sicherheitsbericht__2012.html
http://www.eba.bund.de/cln_031/nn_201954/SharedDocs/Publikationen/DE/Infothek/Allgemeines/Sicherheitsberichte/sicherheitsbericht__2012,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/sicherheitsbericht_2012.pdf

Im Jahr 2012 sank der Anteil der Eisenbahnen am Modal Split aller
Landverkehrsträger von 18,0 auf 17,7%. Es gab 289 „signifikante
Eisenbahnunfälle“ und damit etwa soviele wie im Jahr zuvor (2011:
285). Dabei ist im Vergleich zum Vorjahr ein Ansteigen der Unfälle
auf Bahnübergängen zu verzeichnen, wohingegen sich deutlich weniger
Unfälle der Kategorie „Unfall mit Personenschäden“ ereigneten. Die
Zahl der insgesamt bei Eisenbahnunfällen getöteten Personen sank von
140 im Jahr 2011 auf 138 im Jahr 2012 (- 1,4 %). Zirka 85 % der
Todesfälle sind den Kategorien „Benutzer von Bahnübergängen“ und
„unbefugte Personen auf Eisenbahnanlagen“ zuzuordnen.

Aufgrund der Unfallanalysen wurden u.a.  Maßnahmen gegen die
Beeinträchtigung der Wirksamkeit von Gleisstromkreisen durch Sand,
Überprüfungen von Spurplanstellwerken auf Produktionsfehler bei den
eingesetzten Relais, an Nieten und Handverschlüssen , Überprüfungen
und Änderungen von Weichen an HGV-Strecken veranlaßt.

Ausserdem wurden fehlende Nachweise der EMV-Verträglichkeit bei
Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik festgestellt, obwohl diese in
den Regelwerken bereits seit 1996 vorgeschrieben sind.

Weitere festgestellte Mängel waren:
– Schlecht sichtbare Weichenlagemelder aufgrund Leuchtkraftverlust
bei LEDs, Probleme bei deren Ersatzbeschaffung
– Belastung von Radsatzwellen der Lok BR 146 mit Torsionskräften über
die Auslegung hinaus

Für 2012 wurden 4 Gefahrgutunfälle, alle mit Stofffreisetzung
angegeben, bzw. 0,004 bezogen auf 1 Mio. gefahrene Zugkilometer.

Die Anzahl der Suizide ist anhaltend hoch bei 872 in 2012.

Weitere berichtete Betriebsstörungen waren in 2012:
644 Schienenbrüche, 29 Schienenverbiegungen, 400 überfahrene
Haltesignale, 3 Radsatzwellenbrüche (alle 3 führten zu Unfällen).

In 2012 waren immer noch 5,5% aller Strecken OHNE automatische
Zugsicherung (PZB; Unglücksursache für Hordorf).

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